Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 23.2.2014

EU-Kommission will den Meisterbrief (vielleicht doch nicht) nicht abschaffen

Entgegen anderslautender Berichte habe die Europäische Kommission keinerlei Pläne, die deutsche Handwerksordnung aufzuheben - meldet die EU-Kommission in eigener Sache. Richtig sei vielmehr, dass die Kommission im Auftrag der Staats- und Regierungschefs bereits im Oktober die Mitgliedsstaaten aufgerufen habe, ihre Zugangsschranken für regulierte Berufe zu begründen und zu hinterfragen. Dabei werde allerdings nicht verlangt, die Zahl der reglementierten Berufe zu verringern oder den Meisterzwang in bestimmten Berufen abzuschaffen. Es seien auch keine Sanktionen vorgesehen.

zur Erinnerung: Die EU-Staats- und Regierungschefs

... darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, hatten in ihrem "Pakt für Wachstum und Beschäftigung" im Juni 2012 auf die unver­hält­nis­mäßigen Hemmnisse beim Zugang zu reglementierten Berufen hingewiesen und die Abschaffung ungerechtfertigter regulatorischer Beschränkungen im Binnenmarkt gefordert. Am 14. Juni 2012 hatte das Europäische Parlament die Kommission aufge­for­dert, zu ermitteln, "in welchen Bereichen die Mit­glied­staaten den Berufszugang unverhältnismäßig stark blockieren". Umfassende Reformen der Vorschriften über den Zugang zu reglementierten Berufen finden bereits in Portugal, Polen, Italien, Slowenien und Spanien statt.

Komplexe Zugangsbeschränkungen entmutigten die Arbeitskräfte, in anderen Mit­glied­staaten eine Beschäftigung zu suchen - so die Kommission. Es gehe hier nicht darum, Berufe zu deregulieren oder Mitgliedstaaten mit Sanktionen zu belegen. Vielmehr bestehe das Ziel darin, einen besseren Zugang zu Dienstleistungen sicherzustellen, indem überprüft werde, welche Zugangsstrukturen einem vereinfachten, angemes­senen, sicheren un d transparenten System am ehesten förderlich sind. Gerade auch in Deutschland bestünden weiterhin Beschränkungen für den Zugang zu bestimmten Berufen und deren Ausübung.

zur Erinnerung: Reglementierte Berufe

... sind Berufe, deren Ausübung an besondere Qualifikationen geknüpft ist oder bei denen die Berufsbezeichnung (z. B. Architekt oder Apotheker) geschützt ist. Ein derartiger Schutz kann beispielsweise aus Gründen der Qualitätssicherung und des Verbraucherschutzes oder zur Sicherung eines hohen Ausbildungsniveaus sehr gut begründbar und damit gerechtfertigt sein. (siehe auch unsere Übersicht über zulassungspflichtige und zulassungsfreie Handwerke)

Verbesserungen bei den Bedingungen für den Berufszugang, insbesondere in Form eines angemesseneren und transparenteren Rechtsrahmens in den Mitgliedstaaten, würden die Arbeitsplatzmobilität qualifizierter Fachkräfte im Binnenmarkt und die grenzübergreifende Erbringung von Dienstleistungen der freien Berufe erleichtern. Dies könnte sich auch positiv auf die Beschäftigungslage auswirken und das Wirtschafts­wachs­tum ankurbeln, zumal allein die Dienstleistungen der freien Berufe etwa neun Prozent der Wirtschaftsleistung in der Europäischen Union ausmachen.

Europakarte der reglementierten Berufe

In der ersten Phase des Aktionsplans der Kommission geht es darum, Transparenz zu schaffen: Jeder Mitgliedstaat erstellt eine Liste der auf nationaler und auf regionaler Ebene reglementierten Berufe. Die Kommission will die Listen dann in Form einer Europakarte der reglementierten Berufe veröffentlichen. Aus dieser Karte soll klar ersichtlich sein, welche Berufe in welchen Ländern reglementiert sind. Ziel sei es, dass eine Fachkraft, die in einem anderen Mitgliedstaat arbeiten möchte, mit Hilfe dieser Karte rasch herausfinden kann, welche Bedingungen sie in den einzelnen Ländern erfüllen muss, um einen bestimmten Beruf ausüben zu können.

Die Bedingungen für den Berufszugang sind in den Mitgliedstaaten sehr unter­schied­lich. Die Gründe für diese Unterschiede sind aus Sicht der Kommission "häufig nicht nachvollziehbar". Im Rahmen des im Oktober 2013 eingeleiteten Prozesses wurden die Mitgliedstaaten daher aufgefordert, in den nächsten zwei Jahren eine gegenseitige Evaluierung ihrer jeweiligen Beschränkungen des Zugangs zu bestimmten Berufen vorzunehmen. Es sei vorgesehen, alle Beteiligten, insbesondere die Vertreter der verschiedenen Berufsverbände, an diesem Prozess voll zu beteiligen. Dabei sollten sich Mitgliedstaaten, die unterschiedliche Ansätze verfolgen, über die Auswirkungen aller Arten formeller und informeller Beschränkungen des Zugangs zu beruflichen Tätigkeiten austauschen.

Die gegenseitige Evaluierung der Mitgliedsstaaten der Zugangsbeschränkungen für eine erste Gruppe von Berufen läuft von Juni 2014 bis Februar 2015, für eine zweite Gruppe von November 2014 bis September 2015. Nationale Aktionspläne sollen dann für alle Berufsgruppen bis Anfang 2016 vorliegen. Die Kommission will im Rahmen ihrer im November 2014 und November 2015 vorzulegenden jährlichen Berichte über den Stand der Integration des Binnenmarkts damit beginnen, eine Bilanz der Fortschritte und der noch vorhandenen Defizite zu ziehen. ... Bevor es die kommende Woche mit Beiträgen von der DACH+HOLZ reglementiert weitergeht nun heute die undreglementierten Beiträge vom Wochenende:

FeuerTRUTZ baut Position als anerkannte Brandschutzveranstaltung aus
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/0327.php4
Für rund 5.000 Brandschutzexperten war die FeuerTRUTZ 2014 vom 19. bis 20. Februar 2014 ein Pflichttermin. Sie trafen sich im Messezentrum Nürn­berg zur vierten Ausgabe der Fachmesse mit Kongress für vorbeu­gen­den Brandschutz. weiter lesen

„Brandschutz des Jahres 2014“ auf der FeuerTRUTZ verliehen
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/0326.php4
Am 18. Februar 2014 verlieh der Feuertrutz Verlag im Rahmen der Eröff­nungsfeier der FeuerTRUTZ 2014 im historischen Rathaussaal in Nürn­berg zum vierten Mal die Auszeichnung „Brandschutz des Jahres 2014“. weiter lesen

„Entwicklung Wohngesundheit“: Vorstellung der 2. Baumit-Sentinel-Heinze Studie
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/0325.php4
Der Trend zum wohngesunden Bauen und Wohnen hält an. Die Nachfra­ge nach passenden, rechtssicheren und wohngesunden Systemen steigt vor allem im Bereich Endkunden. Beim Allgäuer Baufachkongress stellte der Heinze-Marktforscher Thomas Wagner dazu passend die Er­gebnisse der zweiten Baumit-Sentinel-Heinze Studie vor. weiter lesen

vdp: Preise für Wohn- bzw. Büroimmobilien sind 2013 um 4,0% bzw. 5,9% gestiegen
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/0324.php4
Deutsche Immobilien bleiben weiter gefragt. Im Jahresdurchschnitt 2013 sind die Preise für selbst genutztes Wohneigentum um 3,2% gestiegen (2012: +3,1%). Im letzten Quartal 2013 entwickelten sich die einzelnen Immobiliensegmente dabei un­ einheitlich. weiter lesen

Bundeswettbewerb „HolzbauPlus 2014“ geht in die nächste Runde
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/0323.php4
Im Rahmen der Tagung „Bauen mit nachwach­senden Rohstoffen“ hat der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Peter Bleser, den Bundeswettbewerb „HolzbauPlus - Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen“ ausgelobt. weiter lesen

Prüfungsfragen für Gebäude-Energieberater
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Die Nachfrage nach Energieberatern mit speziellen Fachkenntnissen steigt stetig an. Um als Energieberater tätig zu werden, muss eine komplexe Prü­fung bestanden werden. Dieses Fachbuch bietet Archi­tek­ten und Ingeni­euren eine Sammlung von Prüfungsaufgaben, unterteilt in die Abschnitte Wohngebäude und Nichtwohngebäude. weiter lesen

Hydraulische Optimierung: BAFA konkretisiert Anforderungen für MAP-Zuschüsse
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Das BAFA fördert den Einbau von Heizungsanlagen auf der Basis erneuer­barer Energien mit attraktiven Zuschüsse. Aber ohne einen hydrau­lischen Abgleich darf das BAFA den Zuschuss nicht bewilligen. Sollte der Abgleich unwirtschaftlich sein, kann das BAFA in Einzelfällen auch eine „hydrauli­sche Optimierung“ akzeptieren. weiter lesen

Bis zu 700 Euro Energiesparbonus von Vaillant
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Gas- und Ölheizungen in Wohngebäuden, die 30 Jahre oder älter sind, müs­sen bis zum 1.1.2015 ausgetauscht werden; das schreibt die EnEV vor. Vaillant unterstützt vor diesem Hintergrund Modernisierer und ver­gütet Endkunden den Tausch von betroffenen Gas- und Öl-Heizwert­geräten mit einem Bonus von bis zu 700 Euro. weiter lesen

Solarkollektorabsatz 2013 zweistellig rückläufig
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2013 sind in Deutschland nur etwa 136.000 neue Solarwärme-Anlagen mit einer Kollektorfläche von insgesamt 1.020.000 m² neu installiert wor­den. Das ist ein Rückgang von 11,3% gegenüber dem Jahr 2012, als noch So­larkollektoren mit einer Fläche von rund 1.150.000 m² errichtet wurden weiter lesen

Regiolux-Katalog 2014 online und gedruckt
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/0318.php4
Unter dem Titel „Lichtsysteme - funktional, effektvoll, effizient“ ist der neue Gesamtkatalog von Regiolux erschienen. Er enthält das gesamte Produktsorti­ment mit detaillierten technischen Informationen und vielen Anwendungsfotos. weiter lesen

„Gesünder und erfolgreicher Arbeiten“ ... verspricht der neue Wilkhahn Katalog
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Menschen verbringen heute viel Zeit im Büro. Deshalb lohnt es sich, dort ein besonderes Augenmerk auf die Einrichtung zu legen. Und so wird im neuen Wilkhahn Katalog auf 80 Seiten ein Spektrum aus mehr als drei Jahrzehnten Produktkultur gezeigt. weiter lesen

Möbel-Ratgeber der Stiftung Warentest für den Wohn- und Objektbereich
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Wenn es darum geht, eine Wohnung von Grund auf neu einzurichten, sind viele Verbraucher ob des riesigen Angebots oft überfordert. Um dabei den Durchblick bewahren zu können, hat die Stiftung Warentest ihren Ratgeber „Möbel kaufen - Qualität erkennen“ neu aufgelegt. weiter lesen

„Küchen“, ein 211-seitiges Handbuch zur Küchenplanung in 2. Auflage
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/0315.php4
Die moderne Küche ist heute nicht nur ein Ort zum Kochen, sondern häufig auch Zentrum des Wohnens sowie Treffpunkt für Familie und Freunde. So werden Küchen immer öfter nicht mehr „von der Stange“ gekauft, sondern individuell geplant, um ein Maximum an Gestaltungs­freiheit und größtmög­liche Funktionalität zu erreichen. weiter lesen

Creaton-Preiskatalog 2014 mit zusätzlichen Infos u.a. zur Regellieferzeit
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/0314.php4
Übersichtlicher, benutzerorientierter, zuverlässiger - so versteht sich die 2014er Ausgabe des Creaton-Preiskatalogs. Sie präsentiert sich nicht nur in einem neuen Format und mit neuen Produkten, sondern verspricht auch konkrete Unterstützung für die tägliche Arbeit. weiter lesen

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