Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 13.4.2014

43% aller Kraftwerksneubauten sind in Frage gestellt

„Die Lage auf dem Kraftwerksmarkt hat sich weiter verschärft. Die Verunsicherung der Investoren wird immer größer und auch der wirtschaftliche Druck auf die bestehenden Kraftwerke nimmt ständig zu. Inzwischen sind 43 Prozent aller geplanten Kraftwerks­neu­bauten in Frage gestellt. Dies betrifft konkret 32 der insgesamt 74 bis ins Jahr 2020 geplanten Anlagen, im vergangenen Jahr waren es noch 22“, erklärte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), bei der Vorstellung der neuen BDEW-Kraftwerksliste auf der Hannover Messe.

Der BDEW stellte in Hannover nicht nur die neue Kraftwerksliste, sondern auch die nach heutigem Erkenntnisstand absehbaren Zu- und Abgänge bei der gesicherten Kraftwerksleistung vor. „Denn nur so bekommt man ein komplettes Bild über die weiteren Entwicklungen auf dem Kraftwerksmarkt in den nächsten Jahren“, so Müller. Bei zahlreichen in der Kraftwerksliste enthaltenen Projekten ist laut BDEW noch unsicher, ob diese am Ende auch realisiert werden. Negativ wirkten sich zusätzlich auch die Kraftwerke aus, für die bei der Bundesnetzagentur ein Antrag auf Stilllegung vorliegt. Durch den Ausstieg aus der Kernenergie würden weitere Kapazitäten vom Netz gehen. Müller: „Es muss nach heutigem Kenntnisstand davon ausgegangen werden, dass die gesicherte Leistung bis zum Abschalten der letzten Kernkraftwerke 2022 um 13.600 Megawatt zurückgehen wird, wenn sich die politischen Rahmen­be­dingungen nicht ändern. Dies macht den Handlungsdruck für die Politik deutlich.“

„Die Fakten der BDEW-Kraftwerksliste und die voraussichtlichen Abgänge aus dem bestehenden Kraftwerkspark zeigen, dass die Politik sich nach Einbringung der EEG-Reform nun umgehend intensiv um die Probleme auf dem Kraftwerksmarkt kümmern muss. Der Gesetzgeber muss wie im Koalitionsvertrag angekündigt die Vorbereitungen für Kapazitätsmärkte treffen, damit wir auf mögliche Engpässe in ein paar Jahren vorbereitet sind. Dies macht unter anderem die stark wachsende Zurückhaltung der Investoren ganz deutlich. Ohne rasche Klarheit über die zukünftigen Marktstrukturen und das entsprechende Kapazitätsmarktmodell wird die Situation im Kraftwerkspark zu einem ernsten Problem des Industriestandortes Deutschland führen“, erläuterte Hildegard Müller.

Laut der BDEW-Kraftwerksliste sind zwar insgesamt 74 größere Anlagen mit einer installierten Leistung von rund 38.000 Megawatt in Planung, im Genehmigungs­ver­fah­ren, genehmigt, im Bau oder im Probebetrieb. Auch gingen in diesem und im nächsten Jahr voraussichtlich noch  ans Netz...
  • fünf Steinkohlekraftwerke und
  • vier Erdgaskraftwerke.
Dies dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Planungen für diese Anlagen unter anderen Marktbedingungen im vergangenen Jahrzehnt begonnen wurden. Ein wirtschaftlicher Betrieb dieser Kraftwerke sei auf dem jetzigen Markt zumindest fraglich, betonte Müller.

Erfreulich seien wiederum die Entwicklungen im Bereich der Offshore-Windanlagen. „Positiv ist, dass immer mehr Offshore-Windanlagen ans Netz gehen. Allein in diesem und im nächsten Jahr sollen neun Windparks ihren Betrieb starten. Ein Grund dafür ist, dass der Netzanschluss inzwischen deutlich strukturierter und geordneter verläuft. Die Maßnahmen der Politik, der Übertragungsnetzbetreiber und der Anlagenbetreiber ent­fal­ten also ganz offensichtlich ihre Wirkung“, sagte Hildegard Müller. ... Bleiben wir zunächst noch bei dem Thema Energie - konkret beim EEG, das vergangene Woche neue Eckpfeiler erhalten hat:

Reaktionen auf die vom Kabinett vorgestellte EEG-Novelle
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Der Kabinettsentwurf zur EEG-Novelle vom 8.4. sieht vor, ab dem 1.8.2014 den Eigenverbrauch selbst erzeugten Solarstroms in den meisten Fällen mit 50% der EEG-Umlage finanziell zu belasten. Das entspricht derzeit rund 3,1 Cent je Kilowattstunde (kWh). weiter lesen

BDEW-Gutachten zur Eigenerzeugung und zum Selbstverbrauch von Strom
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In einem Gutachten verspricht der Bundesverband der Energie- und Was­serwirtschaft Orientierung in der für die Zukunft von EEG und Ener­gieprei­sen wichtigen Frage der Eigenerzeugung und des Selbstver­brauchs von Strom. Hintergrund ist der Trend bei Privathaushalten, Handel, Gewerbe und Industrie, selber Strom zu erzeugen und damit auch den eigenen Stromverbrauch zu decken. weiter lesen

Steigende Milliarden-Überschüsse auf dem EEG-Umlagekonto
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Auf dem EEG-Umlagekonto häufen sich seit Jahresbeginn immer höhere Milliarden-Überschüsse an. Das bei den Netzbetreibern geführte Einnah­men- und Ausgaben-Konto für die EEG-Umlage soll bereits Ende März für das laufende Abrechnungsjahr 2014 einen Rekord-Überschuss in Höhe von rd. 1,5 Milliarden Euro aufgewiesen haben. weiter lesen

Viessmann übernimmt Schücos Photovoltaik-Geschäft
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Die Viessmann Photovoltaik GmbH hat mit der Schüco International KG ver­einbart, das Photovoltaik-Geschäft der Bielefelder zu übernehmen - vorbe­haltlich der Zustimmung der Kartellbehörden. weiter lesen

Kommunen könnten Brachen und Baulücken besser nutzen - wären sie bekannt
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Würden Kommunen alle Brachflächen und Baulücken in ihrem Einzugsge­biet kennen und nutzen, müssten sie deutlich weniger zusätzliche Flä­che auf der „grünen Wiese“ verbrauchen. Doch häufig fehlen genaue Informationen zu diesen Innenentwicklungspotenzialen. Ein bundeswei­tes Flächenmoni­toring könnte helfen, diese Wissenslücke zu schließen. weiter lesen

WDVS-Magazin für Architekten und Planer über Fassaden-Design und Wärmeschutz
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Wie sich außergewöhnliche Design-Ideen und professioneller Wärme­schutz sinnvoll ergänzen, veranschaulicht die aktuelle Broschüre „De­sign Wärme Schutz. WDV-Systeme – das Magazin für Architekten“ vom Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme. weiter lesen

Deutsche Tapetenindustrie beklagt Umsatz- und Absatzrückgang für 2013
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Die deutsche Tapetenindustrie konnte 2013 nicht an die Umsatzzu­wäch­se der Vorjahre anknüpfen. Der lange Winter und der verregnete Frühling im vergangenen Jahr beeinträchtigten die Renovierungslust der Deutschen. Im Ausland war der Umsatz nur leicht rückläufig. weiter lesen

FeuerTRUTZ und Knauf im Dialog: Brandschutz im Innenausbau
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Der Feuertrutz Verlag veranstaltet am 5. Juni 2014 bei Knauf in Iphofen ein Seminar zum Thema „Brandschutz im Innenausbau“ mit Workshops zur Klä­rung aktueller Brandschutzaufgaben. Das Seminar richtet sich an Architek­ten, Fachplaner und Sachverständige. weiter lesen

BSB Ratgeber „Bauen und Wohnen ohne Barrieren“ in 14 Kapiteln
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In 30 Jahren werden in Deutschland fast 8 Mio. Menschen über 80 Jah­re alt sein. Trotz eingeschränkter Fähigkeiten im Alter wollen die meis­ten möglichst lange selbstbestimmt in ihrer Wohnung wohnen. weiter lesen

Studienstipendium: Nemetschek Allplan fördert auch 2014/21015 wieder CAD-Talente
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Nemetschek Allplan schreibt erneut ein Studienstipendium aus. Es wendet sich an Berufsschulabsolventen, die ein Studium an einer deutschen Hoch­schule beginnen und ein Diplom oder einen Bachelor in den Fachrichtungen Architektur oder Bauingenieurwesen anstreben. weiter lesen

Interview: Essmann GmbH unter neuer Führung auf Wachstumskurs
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Ralf Dahmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Essmann Group, hat klare Vorstellungen zur Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe. Seit Juli 2013 liegt sein Hauptaugenmerk auf der Neuausrichtung der Gruppe hin zu einem führenden Anbieter für modulare Produktsysteme in den Berei­chen Licht, Luft und Sicherheit. weiter lesen

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