Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 3.8.2014

Wasserbericht warnt vor Fracking

Auch wenn Deutschland im internationalen Vergleich zu den wasserreichen Ländern zählt und die Qualität der Wasserver- und Abwasserentsorgung hoch ist, bestehen Herausforderungen wegen der Verfügbarkeit und der Qualität von Wasser. So wird für Ostdeutschland erwartet, „dass die derzeit bereits ungünstige Wasserbilanz durch den Klimawandel zusätzlich verschlechtert wird und das Risiko von Dürren und einer unzu­reichenden Wasserverfügbarkeit zunimmt“, heißt es in dem Bericht des Bundes­tags-Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zu den „Heraus­for­derungen einer nachhaltigen Wasserwirtschaft“ (18/2085).
  • Bis zum Jahr 2100 werde ein Anstieg der Durchschnittstemperatur um 3,5° Celsius erwartet.
  • Die Niederschläge im Sommer würden zurückgehen,
  • während im Winter eine Zunahme der Niederschläge um 40%, teilweise sogar um 70%, erwartet wird.
  • Auch eine schnelle Erwärmung in Südwestdeutschland, wo bereits jetzt die höchsten Temperaturen gemessen würden, wirke sich negativ auf den Wasser­kreis­lauf und das Wasserangebot aus. Folgen habe dies auch für die Arten­viel­falt und die Schneesicherheit in Wintersportgebieten.
  • In Norddeutschland seien besonders die tiefliegenden Küstenregionen und die wichtigen internationalen Häfen durch einen prognostizierten Anstieg des Meeresspiegels gefährdet.
Zur Wasserqualität heißt es, es seien „erhebliche stoffliche Belastungen des Wasser­kreislaufs“ festzustellen: „Der hohe Stickstoffeintrag aus der Landwirtschaft ist so­wohl für das Grundwasser als auch für die Oberflächengewässer problematisch“, wird in dem Bericht festgestellt. Daneben gebe es Belastungen durch Phosphor, Pestizide, Industriechemikalien, Arzneimittelrückstände und Quecksilber. Zusätzliche Gefähr­dun­gen durch den Eintrag von Chemikalien könnten durch das Erdgas-För­de­rungs­verfahren „Fracking“ entstehen. Hier gebe es noch erhebliche Un­si­cher­heiten und weitergehenden Untersuchungsbedarf.

  • Nur neun Prozent des Wassers werden zur Deckung der Trinkwassernachfrage der privaten Haushalte genutzt.
  • Der weitaus größte Teil der deutschen Wassernutzung (etwa 64%) betreffe die Energiegewinnung in Wärmekraftwerken. Das Wasser werde dort zumeist als Kühlmittel eingesetzt.
  • Weitere 23 Prozent des Wassers verbrauche die Industrie.
  • Der Verbrauch der Landwirtschaft wird mit vier Prozent angegeben.

deutsche Hersteller von Wassertechnologie „hervorragend“

Die Leistungsfähigkeit der deutschen Hersteller von Wassertechnologie wird als „her­vor­ragend“ beschrieben: „Deutsche Hersteller von wasserwirtschaftlich relevanten Technologiegütern verfügen über den weltweit größten Außenhandelsanteil und eine hochsignifikante Spezialisierung in allen Technikbereichen“, heißt es. Das größte Po­ten­zial für eine Ausweitung der Exporte gebe es in Asien und Nordamerika.

Gemischter fällt die Wirtschaftsbilanz mit Blick auf die Patentanmeldungen und Publi­ka­tio­nen aus. Bis zur Jahrtausendwende sei die technologische Leistungsfähigkeit Deutschlands recht hoch gewesen; seitdem stagniere sie beziehungsweise falle im Vergleich zu den steigenden Aktivitäten anderer Länder zurück. Noch habe dies keinen negativen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte: „Gerade im Kontext des internationalen Handels kann aber längerfristig nicht von einer solchen Entkopplung zwischen technologischer Leistungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit ausgegangen werden“, wird gewarnt. ... Kommen zu unseren heutigen Baulinks-Beiträgen:

Fossile Energien im ersten Halbjahr 2014 rückläufig und erneuerbare verdrängen Kohle
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Der Energieverbrauch in Deutschland lag in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um fast 8% niedriger als im selben Zeitraum des Vorjah­res. Wichtigste Ursache für diese Entwicklung war die gegenüber dem Vorjahr deutlich mildere Witterung, erklärte die AGEB. weiter lesen

Fachverband WDVS veröffentlicht Jahresbericht 2013-2014
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„Dämmen lohnt sich!“ So lautet seit 2011 die Botschaft des Fachver­ban­des Wärmedämm-Verbundsysteme, die auch den Titel des „Jahres­berichtes 2013-2014“ charakterisiert. Neben Fakten zur aktuellen Ent­wicklung des Verbandes finden sich darin auf rund 60 Seiten Beiträge von Experten aus Forschung, Handwerk und Politik. weiter lesen

1964 bis 2014: Hebel Handbuch feiert 50-Jähriges
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1964 erschien das technische Basiswerk erstmalig. Anlässlich des Jubi­lä­ums ist jetzt eine überarbeitete Neu­auflage erschienen. Es enthält fach­spezifische Empfehlungen und Hinweise für technisch einwandfreie Lösun­gen mit dem Baustoff Porenbeton. Zudem gibt es diverse Refe­renz­beispie­le. weiter lesen

Altersgerechter Wohnraum: 50 Mrd. Euro Investitionsbedarf bis 2030 - laut Prognos
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Der deutsche Wohnungsbestand muss dem demografischen Wandel ange­passt und an vielen Stellen altersgerecht umgebaut werden. Bis zu 2 Mio. Wohnungen sind laut einer Prognos-Studie im Auftrag der KfW bereits heute nicht oder nur unzureichend barrierearm. weiter lesen

Wohnraumversorgung: Studie vergleicht Strategien wachstumsstarker Großstädte
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Die Diskussion um soziale Wohnungspolitik und bezahlbares Wohnen hat wieder an Bedeutung gewonnen. Um die starke Nachfrage nach Wohn­raum zu bedienen, ist mehr Neubau erforderlich. Das geht aus einer vom BBSR veröffentlichten Studie hervor. weiter lesen

Deutsche Durchschnittswohnung ist 91 m² groß
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Eine typische deutsche Wohnung ist laut Statistischem Bundesamt 91 m² groß. Die Detailauswertung zeigt jedoch, dass die regionalen Unter­schiede beachtlich sind. Den meisten Platz haben die Rhein­land-Pfälzer und die Saarländer. Für ganz Deutschland gilt: Eigentümer wohnen deut­lich groß­zügiger als Mieter. weiter lesen

Stahl-Innovationspreis geht in die zehnte Runde
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Zum zehnten Mal loben Unternehmen der Stahlindustrie in Deutschland den Stahl-Innovationspreis aus, um Innovationen mit dem Werkstoff Stahl eine Bühne zu bieten. Der Wettbewerb hat sich zu einem der bedeutendsten seiner Art entwickelt. weiter lesen

Nachhaltig konstruieren mit „Detail“: Vom Tragwerksentwurf bis zur Materialwahl
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Was zeichnet nachhaltige Baumaterialien aus? Wie lässt sich in Gebäu­de­konstruktionen graue Energie einsparen? Das DETAIL Green Buch „Nachhal­tig konstruieren“ bietet insbesondere Architekten eine fundier­te und ver­ständliche Handhabe für den ökologisch optimierten Gebäu­de­entwurf und nachhaltige Baukonstruktionen. weiter lesen

Außenräume gestalten: Neuer FCN-Katalog stellt Pflaster und Gartensteine vor
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Ideen für die Gestaltung von Gärten und Grundstü­cken als lebendige Lebensräume vermittelt der neue Katalog von F.C. Nüdling. Die 188 Seiten umfassende Veröffentlichung wurde grundlegend überarbeitet und dabei auf das aktuelle An­gebot ausgerichtet. weiter lesen

Badobjekte aus Stahl/Email: Bette veröffentlicht neuen Gesamtkatalog
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Der neue Gesamtkatalog von Bette ist ab sofort erhältlich. Auf gut 220 Sei­ten präsentiert das Delbrücker Unternehmen sein aktuelles Portfolio aus Stahl/Email-Bade- und -Duschwannen sowie Waschtischen und Möbelmo­dulen - ergänzt um die diesjährigen Neuvorstellungen. weiter lesen

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