Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 25.10.2014

Zu viel Abstand von Windrädern zu Wohnbauflächen schadet der Energiewende

Deutschland hat ein großes Potenzial für die Windenergie an Land - also onshore. Rund 13,8% der Landesfläche ließen sich prinzipiell für den Bau von Windenergie­an­lagen nutzen. Möglich wäre demnach eine installierte Windenergieleistung von bis zu 1.200 Gigawatt (GW). Ein pauschaler Abstand von zwei Kilometern zu Wohnbauflächen würde dieses Potenzial aber stark schrumpfen lassen, sodass rein rechnerisch nur noch 36 Gigawatt möglich wären - zu diesem Ergebnis kommt eine neue Analyse des Umweltbundesamtes (UBA). Praktisch wäre der Verlust sogar noch größer, denn es gibt zahlreiche weitere Faktoren, die in Genehmigungsprozessen von Windener­gie­anlagen eine Rolle spielen. So sind zum Beispiel besonders geschützter Tierarten relevant, wenn es um die Nutzung einer Fläche für Windenergieanlagen geht.

Auch dem Lärmschutz der Anwohnerinnen und Anwohner wollen die Analysen aus­rei­chend Rechnung tragen: „Wir haben wir für unsere Potenzialermittlung zwei moderne Anlagentypen zugrundegelegt. Diese halten im schallreduzierten Betrieb schon bei einem Mindestabstand von 600 Metern die nachts geltenden Lärmrichtwerte ein“, betont UBA-Präsidentin Maria Krautzberger.

Die Untersuchung des UBA verdeutlicht, wie entscheidend der Abstand zwischen Windenergieanlagen und Wohnbebauung für das Potenzial der Windenergie ist. Die Analyse vertieft die im Jahr 2013 veröffentlichte Studie des UBA zu den bundesweiten Leistungsmöglichkeiten der Windenergie an Land.

Unterschiede zwischen Bundesländern

In den eher dünn besiedelten Flächenländern vor allem im Osten Deutschlands sinkt logischerweise das Potenzial bei höheren Abständen in geringerem Maß, in den dicht besiedelten Ländern in der Mitte und im Süden dagegen deutlich stärker. Aber auch in Schleswig-Holstein, wo sich im ländlichen Raum viele Splittersiedlungen befinden, verbleibt bei 1.600 Metern Abstand gerade mal ein Prozent des gesamten Potenzials im Land.

Ausbauziele nicht gefährden

Derzeit sind in Deutsch land Windenergieanlagen mit einer Leistung von insgesamt 35 Gigawatt an Land installiert. Am 1. August 2014 trat das novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft. Darin ist vorgesehen, dass diese Leistung pro Jahr um bundesweit 2,5 Gigawatt zusätzlich gesteigert werden soll/darf. Zeitgleich änderte der Gesetzgeber das Baugesetzbuch: Es ist den Bundesländern nun erstmals möglich, verbindliche Mindestabstände zwischen Windenergieanlagen und Wohnbebauung in Landesgesetzen festzulegen. UBA-Präsidentin Maria Krautz­berger rät: „Die Bundesländer sollten nicht den Fehler machen, durch überzogene Abstandsregeln den Ausbau der Windenergie als wichtige Säule der Energiewende zu gefährden. Verbindliche Mindestabstände zur Wohnbebauung schränken den Spielraum der Regionen und Kommunen schnell zu stark ein.“

Übrigens: Mit Stand 30. Juni 2014 befinden sich in Deutschland an Land rund 24.000 Windenergieanlagen. Mit dieser installierten Leistung von gut 35 Gigawatt soll bereits ein Anteil von 8,5% des deutschen Bruttostromverbrauchs gedeckt werden können.

In der 2013 vom UBA veröffentlichten Studie „Potenzial der Windenergie an Land“ wurde das bundesweite Flächen- und Leistungspotenzial der Windenergie an Land ermittelt. Auf Basis der getroffenen Annahmen ergab sich ein Flächenpotenzial von rund 49.400 km² bzw. 13,8% der Bundesfläche. Dies entspricht einer möglichen Leistung von rund 1.200 Gigawatt mit einem Ertrag von 2.900 Terawattstunden. Dabei ist zu beachten, dass Belange, die in der Praxis einer Einzelfallprüfung bedürfen - wie zum Beispiel der besondere Artenschutz - nicht berücksichtigt werden konnten und das technisch-ökologische Potenzial daher tatsächlich erheblich niedriger ist. Das realisierbare Potenzial ist nochmals deutlich geringer einzuschätzen. ... In den heutigen Fassaden-Beiträgen auf Baulinks geht es dagegen mehr um den Schutz vor Wind (und Wetter) sowie indirekt - falls nötig - auch um die Abschwächung von Lärmbelästigungen. Stroboskop-Effekte von Windrädern lösen wir hierbei insofern, als dass alle angesprochenen Fassaden opak sind:

BIM-Daten für alle Equitone Fassadentafeln auf bimobject.com
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Für alle großformatigen Fassadentafeln aus Faserzement hat Eternit BIM-Daten auf bimobject.com veröffentlicht, um sie leicht in Computer-basier­te Gebäudemodelle übernehmen zu können. weiter lesen

Neuer Eternit Farbsimulator mit Musterbestellung
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Der neue Eternit Farbsimulator präsentiert die Welt der großformatigen Fa­serzement-Fassade unter dem Markennamen Equitone. Interaktiv las­sen sich Farben und Oberflächen - von durchgefärbt über geschliffen bis zu deckend beschichtet - kombinieren und anschließend zur Bemus­terung bestellen. weiter lesen

Objektbericht aus England: Fassadengestaltung mit Tondachziegeln
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/1775.php4
Das britische Architekturbüro Feilden Clegg Bradley Studios wählte beim Neubau des Highfield Humanities College im Seebad Blackpool mit einem vorgehängten, hinterlüfteten Behang aus Tondachziegeln eine beson­dere Art der Fassadengestaltung. weiter lesen

Hellste reine Metalloberfläche: Azengar von VMZINC aus graviertem Titanzink
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/1774.php4
Mit Azengar hat VMZINC die erste gravierte Titanzink-Oberfläche lanciert. Es soll sich dabei um die hellste reine Metalloberfläche handeln, die zurzeit erhältlich ist. Durch einen neuentwickelten Prozess entsteht ein mattes Material mit einer leicht körnigen Struktur. weiter lesen

Dritte Ausgabe der Zincspiration thematisiert ökologisches Bauen
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In unserer Konsum- und Wegwerfgesellschaft hat sich in den letzten Jah­ren ein Gegentrend entwickelt: Die Sehnsucht nach bleibenden Wer­ten ist ein Wunsch, der sich unweigerlich auch in der Architektur zu einem bedeu­tenden Kriterium entwickelt hat. weiter lesen

Neue Dokumentation „Wellprofile aus Stahl für Dach und Fassade“
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Neben Stahl-Sandwichelementen sowie Kassetten- und Trapezprofilen sind es Wellprofile aus Stahl, die ein hohes Maß an Wirtschaftlichkeit im Gewer­be-, Wirtschafts- und Geschossbau versprechen und darüber hinaus eine attraktive Fassadengestaltung ermöglichen. weiter lesen

Neues Vollholzprofil von Mocopinus reduziert Verlegezeiten und Verschnittmengen
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/1771.php4
Mocopinus hat mit CHR 11 hf (Alpalame) ein neues Vollholzprofil mit metal­lic-glänzenden Trendfarben, gerundeter Profilgeometrie und ver­deckten Nagelfugen für vorgehängte, hinterlüftete Fassaden vorge­stellt. weiter lesen

In dritter, aktualisierter Auflage: „Die häufigsten Mängel bei Beschichtungen und WDVS“
http://www.baulinks.de/webplugin/2014/1770.php4
Das Handbuch „Die häufigsten Mängel bei Beschichtungen und WDVS“ ver­mittelt Fachwissen über die verschiedenen Bestandteile und Eigen­schaften von Beschichtungen und Wärmedämm-Verbundsystemen. Die Autoren be­schreiben die häufigsten Mängel, ihre Ursachen und Verfah­ren zur Sanie­rung. weiter lesen

Forschungsverbund für bessere Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen
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Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe initiiert einen Forschungs­ver­bund, der die Eigenschaften von Naturdämmstoffen in den Bereichen Wär­me- und Schallschutz sowie Brandschutz und Glimmverhalten ver­bessern soll. Projektvorschläge sind bis spätestens zum 30. April 2015 bei der FNR einzureichen. weiter lesen

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