Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 26.1.2015

Arbeit mit Zeitvertrag verspricht weniger Stress - aber auch weniger Handlungsspielraum

Etwa jeder elfte Beschäftigte in Deutschland arbeitete 2013 mit einem zeitlich be­fris­teten Arbeitsvertrag. Mit dieser Befris­tungsquote liegt Deutschland im europäischen Mittelfeld. In der vorliegenden BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012 gab etwa jeder zehnte abhängig Beschäftigte in Vollzeit an, einen befristeten Arbeitsvertrag zu haben. Das neue Factsheet „Zeitlich befristete Beschäftigung: Die Arbeitsbedingungen im Fokus“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) nimmt diese Gruppe unter die Lupe. Das Faktenblatt macht unter anderem deutlich, dass befristet Beschäftigte in Vollzeit weniger Termin- und Leistungsdruck ausgesetzt sind als ihre Kollegen in Festanstellung. Andererseits können Beschäftigte mit Zeitvertrag seltener ihre Arbeit selbst einteilen oder haben einen geringeren Einfluss auf die Arbeitsmenge.
 
Für viele junge Erwerbstätige beginnt der Einstieg ins Berufsleben mit einem befriste­ten Arbeitsvertrag. Rund ein Viertel der 15- bis 29-Jährigen gab in der Erwerbstätigen­be­fragung an, befristet in Vollzeit zu arbeiten. Insgesamt lag die Befristungsquote bei Vollzeitbeschäftigten in der BIBB/BAuA-Befragung 2012 bei rund zehn Prozent. Befristete Vollzeitbeschäftigte gibt es....
  • am häufigsten im öffentlichen Dienst (14%) und im Dienstleistungsbereich (11%),
  • seltener sind sie im industriellen Bereich (8%) und im Handwerk (7%) anzu­treffen.
Drei von vier befristet Beschäftigten in Vollzeit wünschen sich einen unbefristeten Arbeitsvertrag.
 
Bezüglich der körperlichen Arbeitsbedingungen lassen sich keine deutlichen Unter­schiede zwischen den Vergleichsgruppen feststellen. Unterschiede gibt es bei einigen wenigen psychischen Arbeitsanforderungen. Dabei scheinen die unbefristet beschäf­tig­ten Arbeitnehmer in Vollzeit insbesondere bei der Arbeitsintensität häufiger und auch stärker belastet zu sein. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der wahrgenommenen Zunahme von fachlichen Arbeitsanforderungen und Arbeitsdruck in den vergangenen zwei Jahren. Demgegenüber stehen befristet Beschäftigten weniger arbeitsbezogene Ressourcen - wie Einfluss bei der Arbeit oder Entscheidungsspielraum - zur Verfügung.
 
Hinsichtlich des Gesundheitszustandes befinden sich beide Gruppen auf einem ver­gleich­baren, guten Niveau. Insgesamt zeigt die Auswertung, dass es zwischen den befristet und unbefristet Beschäftigten in Vollzeit kaum Unterschiede gibt. Der Praxis empfiehlt das Factsheet, den Handlungsspielraum der befristet Beschäftigten an deren Qualifikation und Berufserfahrung anzupassen.
 
Das Factsheet „Zeitlich befristete Beschäftigung: Die Arbeitsbedingungen im Fokus“ (Stand Januar 2015) steht als PDF auf der Internetseite der BAuA unter baua.de/arbeitsbedingungen im Bereich BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012 (direkter PDF-Download). Um Arbeitsplätze geht es gleich auch im ersten Baulinks-Beitrag.

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Einer der Altgesellschafter und Geschäftsführer der insolventen Q3 Ener­gieelektronik hat mit einem Fertigungspartner ein neues Unterneh­men gründet, welches im Rahmen eines Asset Deals die „alte“ Firma kaufen will. weiter lesen

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Die DFH Deutsche Fertighaus Holding AG will ab Mai Häuser der Marken OKAL und allkauf nach dem DGNB-System zertifizieren lassen - und zwar ohne offensichtliche Mehrkosten für die Bauherrenschaft. weiter lesen

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