Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 19.7.2015

Berufszulassungsregelung für Immobilienverwalter

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat am 15.7. einen Re­fe­rentenentwurf zum Gesetz zur Einführung einer Berufszulassungsregelung für ge­werb­liche Immo­bi­lien­ver­walter und Makler vorlegt. Der Dachverband Deutscher Immobi­lien­verwalter (DDIV) begrüßt den Entwurf grundsätzlich, weil damit Verbraucherschutz und Qualifikation in der Wohnungsverwaltung erhöht werden.

Der DDIV hatte sich für Mindeststandards in der Immobilienverwaltung eingesetzt, weil die Anforderungen an die Tätigkeit in den letzten Jahren signifikant gestiegen sind. Daher werden in §34c der Gewerbeordnung entsprechende Zugangsvoraussetzungen erlassen. Diese betreffen ausschließlich gewerbliche WEG-Verwalter. Die Detail­re­ge­lun­gen sind nachfolgend in der Makler- und Bauträgerverordnung verankert. Der DDIV geht davon aus, dass diese Regelung zum 1. Januar 2016 in Kraft tritt. Nach einer Übergangsphase von neun Monaten, haben gewerbliche Verwalter sechs Monate Zeit, sich von einer IHK-Sachkundeprüfung befreien zu lassen.

WEG-Verwalter müssen Sachkunde und Versicherungsschutz vorweisen

Dem Referentenentwurf zufolge müssen künftig WEG-Verwalter einen Sachkun­de­nach­weis, ihre Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse sowie eine Vermögens­schaden­haft­pflicht­ver­sicherung vorlegen, bevor sie eine Gewerbeerlaubnis erhalten. Die Regelung ist ausschließlich für gewerbetreibende Wohnungseigentumsverwalter vorgesehen, Verwalter von Mietwohneinheiten und angestellte WEG-Verwalter fallen nicht darunter.

Beschäftigt ein gewerblicher WEG-Verwalter zusätzliches Personal, haftet er dafür und ist verpflichtet, die Qualifikation und Zuverlässigkeit derjenigen Mitarbeiter aktiv zu prüfen, die an der Verwaltertätigkeit mitwirken, z.B. durch die Erstellung von Abrech­nun­gen sowie die Einberufung und Durchführung von Eigentümerversammlungen. Als angemessene Qualifikation können auch Abschlüsse, Zertifikate und Schulungen privater Bildungsträger und Akademien gelten. Darauf hatte der DDIV in der Ver­gan­gen­heit mehrfach gedrängt. Auch die Einführung einer „Alten-Hasen-Regelung“ ist geplant. Danach wären WEG-Verwalter, die seit mindestens sechs Jahren un­un­ter­bro­chen selbständig tätig sind, von einer Sachkundeprüfung ausgenommen. Analoge Zulassungsvoraussetzungen sollen künftig auch für den Immobilienmakler gelten.

Erste Auskunft zum Referentenentwurf

Der DDIV sieht nach einer ersten Durchsicht allerdings noch konkreten Nach­bes­serungs­bedarf. In den nun anstehenden Anhörungen und im parlamentarischen Verfahren wird es u.a. darum gehen, für die Erweiterung der Versicherungspflicht einzutreten. Zwar ist die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ein zentraler Bestandteil zur Absicherung der Haupt- und Nebenrisiken des Verwalteralltages. Der DDIV plädiert allerdings dafür, die Versicherungspflicht auf die Deckung gegen Per­so­nen- und Sachschäden auszuweiten und den Abschluss einer Betriebshaft­pflicht­ver­sicherung vorzunehmen.

Zugleich fehle im Entwurf eine Erlaubnispflicht für Mietverwalter. Diese sind ebenfalls treuhänderisch tätig und tragen dieselbe wirtschaftlich hohe Verantwortung wie WEG-Verwalter. Aus Verbraucherschutzgründen sollten sie daher die gleichen Qualifika­tions­nach­weise erbringen.

Um die in der Praxis erforderlichen Mindeststandards auch im Hinblick auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie Energiewende und demografischer Wandel gewährleisten zu können, spricht sich der DDIV zudem für die Einführung einer Wei­ter­bildungspflicht aus. Nur so kann garantiert werden, dass dauerhaft ausreichendes Fachwissen, Qualifikation und Sachkenntnisse in der Wohnungseigentumsverwaltung vorhanden sind. Damit wird auch die Altersvorsorge von Millionen Bundesbürgern dauerhaft besser geschützt. ... Hier wird also noch reguliert; woanders soll wieder dereguliert werden:

Bundesarchitektenkammer: „Deregulierung der HOAI führt ins Kosten-Chaos.“
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Das von der EU-Kommission eingeleitete Vertragsverletzungsverfahren wegen eines vermeintlichen Verstoßes gegen die Dienstleistungsricht­linie löst Widerspruch aus - u.a. von der BAK-Präsidentin. weiter lesen

Weltweit erstes „Passivhaus Plus“ steht in der Nähe von Karlsruhe
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Ein Einfamilienhaus in Ötigheim bei Karlsruhe erhielt als weltweit erstes Wohnhaus das Zertifikat „Passivhaus Plus“. Es verbindet die bekannten Merkmale eines Passivhauses mit der Erzeugung erneuerbarer Energie am Gebäude. weiter lesen

Fermacell Holzbautage: Hybrides Bauen mit Holz
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„Nachhaltigkeit“, „Dauerhaftigkeit“ und „hybrides Bauen im Holzbau“ sind die Schwerpunktthemen der Fermacell Holzbautage, die am 5. und 6. No­vember 2015 stattfinden. Eingeladen sind Architekten, Ingenieure sowie Unternehmer und Führungskräfte aus Zimmerei- und Holzbaubetrieben. weiter lesen

„Holzschutz bei Ingenieurholzbauten“, eine Arbeitshilfe vom Informationsdienst Holz
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„Holzschutz bei Ingenieurholzbauten“ richtet sich an Ingenieurbüros und Holzbau-Unternehmen. Die Publkation behandelt die Grundsätze des vor­beu­genden baulichen Holzschutzes bei Hallenbauwerken und Ingenieur­holz­baukonstruktionen. weiter lesen

Handbuch Bauwerksprüfung zur Standsicherheit, Verkehrssicherheit, Dauerhaftigkeit
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Während für die Prüfung von Verkehrsbauwerken ein spezielles Regelwerk rund um die DIN 1076 vorliegt, sind die Vorgaben für den Hochbau erst in jüngster Zeit entstanden und weniger detailliert - darauf geht das „Hand­buch Bauwerksprüfung“ ein. weiter lesen

Energieverbrauchskennzeichnung für alte Heizungen
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Das Bundeswirtschaftsministerium hat einen Referentenentwurf zum ersten Gesetz zur Änderung des nergieverbrauchskennzeichnungsgesetzes ver­öffentlicht. Die Einführung eines Effizienzlabels für Heizungsaltanlagen soll Verbraucher motivieren, alte ineffiziente Heizungsanlagen auszutauschen. weiter lesen

Heizungslabel für neue Wärmeerzeuger in der Kritik
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Das Energieeffizienzlabel, das für neue Heizungen ab 26. September vor­ge­schrieben ist, fördert nach Einschätzung der Verbraucherzentrale NRW keinen echten Effizienzwettbewerb und sei für Verbraucher wenig hilfreich. Laut einer forsa-Umfrage interpretieren die Verbraucher das Effizienzlabel höchst unterschiedlich. weiter lesen

Praxisratgeber über die Kontrolle von PV-Anlagen mittels Thermografie
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In der Photovoltaik-Branche gewinnt die Wartung von bereits installierten PV-Anlagen immer mehr an Bedeutung. Wie die Thermografie im War­tungs­fall sowie bei Inbetriebnahme und Dokumentation unterstützt, zeigt der Praxisratgeber der Testo AG. weiter lesen

Flir-Wärmebildkamera mit zusätzlichem Wechselobjektiv mit 1600 Euro Preisvorteil
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Sommer ist die Zeit der besonderen Aktionen bei FLIR Systems. Denn Kun­den, die jetzt eine FLIR-Kamera der Exx- oder Ebx-Serie zusammen mit einem optionalen 15°-Tele- oder 45°-Weitwinkelobjektivs kaufen, sparen bis zum 30. September stolze 1.600 Euro. weiter lesen

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