Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 28.10.2015

Machtkampf auf dem Ölmarkt lässt Preise weiter fallen

Die weltweite Rohölproduktion der OPEC wird bis 2020 auf 35 Mio. Barrel pro Tag steigen. Das sind nahezu 13% mehr als heute. Dadurch fallen die Preise weiter, was den Druck auf teure Ölförderungen wie in Venezuela, in der Tiefsee und der ka­na­di­schen Ölsande erhöht. Gute Absatzchancen werden allerdings Schieferöl eingeräumt, da es kurzfristiger verfügbar ist. Das ist zumindest das Ergebnis einer aktuellen Studie mit dem Title „What the recent oil price shock teaches about managing uncertainty“ der internationalen Managementberatung Bain & Company.

Bereits seit geraumer Zeit wird der Ölmarkt von OPEC-Ländern mit Rohöl überflutet. Derzeit produzieren OPEC-Mitgliedsstaaten mehr als den eigentlichen Zielwert von 30 Mio. Barrel pro Tag (ein Barrel entspricht 159 Liter). Insbesondere im Nahen Osten wird mehr Rohöl gefördert als geplant. Damit bleibt das Überangebot auf dem Ölmarkt bestehen - und könnte sich sogar noch ausweiten, wenn die OPEC bis 2020 wie beabsichtigt die Rohölproduktion auf 35 Millionen Barrel pro Tag steigert. (Zur Erin­ne­rung: Anfang Juni 2015 hatte die OPEC entschieden, dass die Förderquote von 30 Mio. Barrel pro Tag für die nächsten sechs Monate nicht angetastet wird.)

„Schon heute sind die Rohöllagerbestände der OECD-Staaten so hoch wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen“, erklärt Dr. Armin Schmiedeberg, Partner bei Bain & Company und Rohstoffexperte. „In den USA stoßen die Bestände an die Grenzen der physikalischen Lagerkapazitäten. Steigen die Reserven weiter, wird der WTI-Ölpreis auf neue Tiefstände stürzen, wenn die überfüllten Lager kurzfristig geleert werden müssen.“ (West Texas Intermediate (WTI) ist eine leichte Rohölsorte aus den USA, die gemeinsam mit der Nordseevariante Brent Crude den Weltmarkt dominiert.)

Schieferölproduzenten aus Nordamerika setzen OPEC zu

Hintergrund dieser Entwicklung ist der Machtkampf, der auf dem Ölmarkt tobt. Die traditionellen Fördernationen, allen voran die OPEC, wehren sich vehement gegen die Schieferölproduzenten aus Nordamerika. „Zur Absicherung ihrer Vorherrschaft versucht die OPEC, ihre Herausforderer aus dem Markt zu drängen“, so Schmiedeberg. „Ge­win­ner sind (vorerst) die Verbraucher.“ Der Machtkampf hat zudem zur Folge, dass kapital­in­ten­sive Ölförderprojekte wie in der Tiefsee schwieriger zu finanzieren sind. Kapital fließt vor allem in Projekte, die sich bereits im Bau befinden. Gute Chancen hat laut Bain-Studie das Schieferöl. Grund ist der Förderprozess. Die dafür notwendigen Brunnen können relativ schnell gebaut und in Betrieb genommen werden.

Langfristig ist der veränderte Energiemix ausschlaggebend für die Ölnachfrage. Valide Zukunftsprognosen über die Ölpreisentwicklung sind aufgrund der vielen Einfluss­fak­toren kaum möglich. Unternehmen sollten deshalb beim Energieeinkauf in Szenarien denken und ein Monitoring etablieren, in welche Richtung sich Ölangebot, Nachfrage und weitere Faktoren wie Lagerkapazitäten entwickeln werden. Geopolitischer Wandel und geänderte Umweltschutzauflagen sollten ebenso in die Szenarioplanung einfließen wie die Betrachtung verschiedener Zeithorizonte. Betont Bain-Partner Schmiedeberg: "Mithilfe dieser strategischen Vorgehensweise können Unternehmen die Ungewissheit auf dem weltweiten Energiemarkt aktiv managen.“ ... Angesichts dieser Dimensionen, fällt unsere Frage nach einer vierten Isolierglas-Scheibe fast popelig aus - aber trotzdem:

Darf's 'ne Isolierglas-Scheibe mehr sein? Nicht unbedingt!
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Immer wieder sehen sich Fensterbauer mit der Frage nach Vierfach-Iso­lier­gläsern konfrontiert. Warum auch nicht? Schließlich ist Dreifach-Isolierglas ja auch „besser“ ist als Zweifach-Glas. Aber... weiter lesen

„Schalldämmung mit Verbundsicherheitsglas“ im Bulletin Nr. 1 von Kuraray
http://www.baulinks.de/webplugin/2015/1724.php4
Mit einer Reihe von technischen Bulletins will Kuraray, Hersteller von PVB- und Ionoplastfolien, Wissenslü­cken rund um Verbundglas­zwi­schen­lagen schließen. Die erste Ausgabe behandelt den Aspekt „Schall­däm­mung“. Weitere Ausgaben zu anderen Themen sollen folgen. weiter lesen

Hebe-Schiebetür (Holz-Metall oder Holz-Holz) mit 50 mm äußerer Rahmenbreite
http://www.baulinks.de/webplugin/2015/1722.php4
Bei der Hebe-Schiebetür Slimline 3S hat Becker 360 die äußere Rah­men­breite auf 50 mm abgespeckt - und damit gegenüber üblichen Rah­men­quer­schnitten mehr oder weniger halbiert. Das schlanke Design des Holz-Alu-, Holz-Metall- oder Holz-Holz-Fenstersystems soll gleich­wohl große Glasflächen ermöglichen. weiter lesen

Neues Schnellmontage-Kit für Inoutic Hebe-Schiebe-Elemente
http://www.baulinks.de/webplugin/2015/1721.php4
Immer größer und schwerer werdende Fenster-Elemente erfordern neue Wege in der Montage. Mit dem Schnellmontage-Kit für Inoutic Hebe­schie­betüren sollen Transportschäden vermieden und eine vergleichs­weise un­komplizierte Montage ermöglicht werden. weiter lesen

Soft Close und andere Finessen für großformatige Hebe-Schiebe-Elemente
http://www.baulinks.de/webplugin/2015/1720.php4
Siegenia hat sein Portal HS-Programm um einen verdeckt liegenden Soft Close-Dämpfer erweitert, der sich auch für Großflächenelemente eignet. Die Schlagregen- und Luftdichtheit wurden ferner mit einer neue Dicht­schiene und einen neuen Schwenkhaken optimiert. weiter lesen

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