Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 22.6.2016

Chefs unzureichend vorbereitet auf Arbeit 4.0

Wie muss sich Führung in der digitalen Arbeitswelt verändern? Was müssen Manager in Zukunft leisten? Und wie beeinflusst moderne IT das Verhältnis zwischen Chef und Mitarbeitern? Um das herauszufinden hat das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag von Microsoft Deutschland mehr als 1.000 Beschäftigte dazu befragt, was sie von ihren direkten Vorgesetzten erwarten. Die Mehrheit der Befragten hätte gerne...
  • besseren Zugang zu Informationen (85%),
  • regelmäßigeres Feedback (84%),
  • die Möglichkeit, selbständiger Entscheidungen treffen (85%) zu können, und
  • mehr Flexibilität am Arbeitsplatz (71%).
Gleichzeitig wünschen sie sich mehr Unterstützung von ihren Chefs (60%). Darüber, wie Führungskräfte diese Erwartungen im Arbeitsalltag umsetzen können, haben Experten aus Theorie und Praxis am 21. Juni bei einem Lunch Talk von Microsoft in Berlin diskutiert.

Um Entscheidungen zu beschleunigen, Innovationen schneller auf den Markt zu bringen und mit dem voll vernetzten Kunden Schritt zu halten, müssen Unternehmen beweglicher und anpassungsfähiger werden. Dafür brauchen sie neue Technologien und eine neue Führungskultur. Doch diese Erkenntnis soll sich in Deutschland längst nicht überall durchgesetzt haben: „Die Umfrageergebnisse belegen, dass die Füh­rungs­kul­tur in deutschen Unternehmen vielfach weder zu den Wünschen der Arbeit­neh­mer noch zu den Anforderungen der digitalen Wirtschaftswelt passt“, erklärte Markus Köhler, Senior Director Human Resources und Mitglied der Ge­schäfts­leitung bei Microsoft Deutschland. Manager müssten sich umstellen und bräuchten ein neues Selbstverständnis, betonte auch Max Neufeind, Referent für zukunfts­gerechte Gestaltung der Arbeitswelt beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales: „Der digitale Wandel verändert die Anforderungen an Führung, die erfolg­reiche Führungskraft von morgen ist kooperationsfähig, empathisch und versteht es, mit der Vielfalt der Ansprüche der Beschäftigten umzugehen.”

Verantwortung delegieren und Freiraum schaffen

„Damit Unternehmen schneller auf Marktveränderungen reagieren können, müssen Führungskräfte mehr Verantwortung in die Teams abgeben, die nahe am Markt und am Kunden agieren und Mitarbeitern mehr Freiraum für eigene Entscheidungen über­las­sen. Manager sollten in Zukunft mehr coachen und weniger kontrollieren“, verlangte Köhler.

Mitarbeitern vertrauen und Hierarchien abbauen

Birte Gall, Gründerin und Geschäftsführerin der Berlin School of Digital Business erklärte beim Lunch Talk:  „Entscheidungen müssen unter zunehmender Komplexität, Unsicherheit und Geschwindigkeit getroffen werden. Führungskräfte müssen daher lernen, viel mehr in die Fähigkeiten und Lösungskompetenzen ihrer Mitarbeiter zu vertrauen. Sie müssen dazu Kontrolle abgeben.“ Noch radikaler for­mu­lierte Marco Luschnat, Geschäftsführer der Hamburger Ministry GmbH seinen Anspruch an Führung 4.0: „Bedingungslose Transparenz und das Loslassen von Allmachtphantasien sind der Schlüssel zum Aufbau von nachhaltig funktionierenden Organisationsstrukturen.“ Im eigenen Unternehmen setzt Luschnat diese Forderung konsequent um, indem er Hierarchien weitgehend abbaut und Verantwortung in die Teams verlagert.

Wissen transparent machen und Vernetzung fördern

Damit Mitarbeiter selbständiger handeln und Entscheidungen treffen können, müssen Unternehmen allerdings auch die richtigen organisatorischen und technischen Vor­aus­setzungen schaffen, betont Köhler. Dazu gehört, dass das Wissen der gesamten Organisation transparent zur Verfügung steht und optimale Bedingungen für Zu­sam­menarbeit und Vernetzung geschaffen werden. Doch auch da, wo aktuelle Technik zur Verfügung steht, werde sie von Führungskräften nicht unbedingt  sinnvoll eingesetzt:
  • So finden laut TNS-Umfrage nur 20%, dass der Einsatz moderner IT dazu führt, dass sie schneller Feedback bekommen.
  • Und nur 19% sagen, dass ihnen ihr Vorgesetzter mehr Flexibilität in Bezug auf Arbeitszeit oder Arbeitsort ermöglicht.
Köhler: „Neue Technologien helfen uns, Wissen transparenter zu machen,  flexibler zu arbeiten und besser zu kommunizieren – aber man muss das alles auch wirklich wollen und es täglich leben. Die Zahlen sprechen dafür, dass der notwendige Wandel in den Köpfen noch nicht stattgefunden hat.“ ... das wohl auch für unseren Tagesschwerpunkt BIM:

Drei EM-Fußballstadien BIM-mäßig mit Tekla Structures durchkonstruiert
http://www.baulinks.de/bausoftware/2016/0065.php4
Bei der Realisierung von drei Fußballstadien, in denen während der EM 2016 gespielt wird, kam die BIM-Software Tekla Structures zum Ein­satz. Detailgetreue Modelle unterstützen dabei den gesamten Prozess. weiter lesen

G&W-Sommeraktion bis zum 31.7.: 20% Nachlass auf California.pro mit BIM2AVA
http://www.baulinks.de/bausoftware/2016/0064.php4
G&W gibt im Rahmen einer BIM-Förderaktion einen Nachlass in Höhe von 20% auf den Kaufpreis von California.pro-Lizenzen im Zusammen­hang mit der Beschaffung von BIM2AVA. weiter lesen

Sonderkonditionen: BIM Ready-Seminare für VBI-Mitglieder
http://www.baulinks.de/bausoftware/2016/0063.php4
VBI-Mitglieder erhalten Sonderkonditionen für die Teilnahme an BIM Ready-Seminaren von MuM, die u.a. der Qualifikation zum BIM-Kon­strukteur, -Koordinator oder -Manager dienen. weiter lesen

Ausbildung zum professionellen BIM-Anwender ab Herbst 2016
http://www.baulinks.de/bausoftware/2016/0062.php4
Im Herbst 2016 starten die neuen BIM-Basisanwenderkurse in Koope­ration mit der TÜV SÜD Akademie. Dieses ist die erste Stufe der Aus­bildung zum professionellen BIM-Anwender. Die zweite Stufe bilden die Professio­nal-Kurse im Bereich Planen, Bauen, Betreiben und Managen. weiter lesen

Bericht vom 14. BIM-Anwendertag: FM und BIM nähern sich weiter an
http://www.baulinks.de/bausoftware/2016/0061.php4
Über die herstellerneutrale Schnittstelle CAFM-Connect, die auf Basis des IFC Standards entwickelt wurde, verbindet der CAFM RING ein gemein­sa­mes Ziel mit dem buildingSMART e.V. - nämlich die möglichst 100-prozen­tige BIM-Kompatibilität. weiter lesen

Kobold Control mit optimierter Dokumenten-, Plan- und Adressverwaltung
http://www.baulinks.de/bausoftware/2016/0060.php4
In zahlreichen Planungsbüros werden durch schlecht geführte Ablagen ver­bunden mit aufwändigen Suchvorgängen und einer unorganisierten Adress­verwaltung erhebliche Kapazitäten verschwendet und Kosten produziert. Darum wurde u.a. das in Kobold Control integrierte Doku­mentenmanage­ment-System weiter ausgebaut. weiter lesen

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