Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 18.7.2016

Selbstbestimmt Älterwerden in der Einwanderungsgesellschaft

Nie zuvor haben so viele ältere Menschen aus unter­schied­lichen Kulturen und Religionen in Deutsch­land gelebt. Viele kamen als Gastarbeiter und wollten später zurückkehren in ihre Heimat. Jetzt haben sie das Ren­ten­alter erreicht, haben ihre Lebensmitte in Deutschland gefunden oder pendeln zwischen der alten und neuen Heimat. Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist angesichts der rund eine Million Flüchtlinge, die im vergangenen Jahr nach Deutschland gekommen sind, dringlicher denn je - auch die Integration in das Netz von Unterstützungs- und Pflegeangeboten. „Es ist unsere Aufgabe, auch die älteren Menschen mit Einwanderungsgeschichten und ihre Familien bei der Gestaltung dieses Lebens­ab­schnitts zu unterstützen“ fordert deshalb auch Staats­ministerin Aydan Özoguz, Beauftragte der Bundes­re­gierung für Migration, Flüchtlinge und Integration in ihrem Beitrag für das Magazin ProAlter.

„Die Institutionen der Altenpflege und Altenarbeit stehen vor der Herausforderung, den Anspruch alt gewordener Migrantinnen und Migranten auf Beratung, Betreuung und Pflege sicherzustellen und Versorgungsdefizite abzubauen,“ forderten bereits 2002 die Herausgeber des Memorandums für eine kultursensible Altenhilfe, zu denen auch das Kuratorium Deutsche Altershilfe gehörte. Diese Forderung hat nichts von ihrer Aktua­li­tät eingebüßt. Seit der Unterzeichnung hat sich zwar manches in der Gesellschaft gewandelt, aber es gibt noch genug zu tun.

Die Beiträge und Praxisbeispiele in der aktuellen ProAlter-Ausgabe gehen darauf ein: Viele ältere Menschen mit Migrationshintergrund engagieren sich seit Jahren ehren­amtlich, vor allem in ihren Communities, Nachbarschaften und Vereinen. Ihre aktive Partizipation in der kommunalen Seniorenpolitik werde immer wichtiger, erklärt Sarina Stumpen, stellvertretende Leiterin des Berliner Kompetenzzentrums Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe. Aber nach wie vor bestehen in dieser Bevölkerungsgruppe hohe Hemmschwellen und viele Zugangsbarrieren zu den Angeboten der Altenhilfe, denn die meisten pflegebedürftigen Migranten werden zu Hause von ihren Familien versorgt und die wissen häufig nicht, welche Unterstützungsmöglichkeiten sie haben.

Das niedersächsische Projekt „Ortsbesuche“ setzt deshalb auf Informationsvermittlung zwischen den Kulturen und zeigt dabei, wie wichtig die Vernetzung der Fachkräfte in den Beratungsstellen mit den Migrantenselbstorganisationen vor Ort ist. Wie wichtig die Schulung von Fachkräften ist, erzählt auch Ilana Katz in einem Interview mit ProAlter. In ihrem Kasseler Pflegedienst betreut sie vor allem russischstämmige Kunden, Holocaustüberlebende und Kriegskinder. Ihre Lebensgeschichten spielen in der Pflegebeziehung eine wesentliche Rolle. Auch im Victor-Gollancz-Haus in Frankfurt steht das interkulturelle Pflegekonzept nicht nur auf dem Papier, sondern ist gelebte Praxis: Hier wurde eine der ersten Wohngruppen für Muslime in Deutschland eingerichtet.

Hintergrundinfo: ProAlterist ein Fachmagazin des KDA. Es bietet allen, die sich beruflich, ehrenamtlich oder privat mit Fragen des Älterwerdens beschäftigen, Anregungen und Impulse für ihre Arbeit. Ein Abonnement kostet 30,90 Euro, ein Einzelheft 6,90 Euro.

Baulinks-Beiträge vom 18.7.2016

Renaissance des Holzpflasters im Innenausbau
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Holzpflaster, das eigentlich schon in Vergessenheit geraten war, findet bei Architekten und Designern im Innenausbau derzeit wieder viel An­klang. Ursprünglich als Bodenbelag für den Außenbereich, Werkstätten und Fabrik­hallen verwendet, fand der Holzboden Anfang des 20. Jahr­hunderts Einzug in den designorientierten Innenraum. weiter lesen

Holzboden im „industrial style“ mit Hirnholz auf Parkettnetz
http://www.baulinks.de/webplugin/2016/1018.php4
Der besondere Charme von stillgelegten Industriearchitekturen ist der­zeit aus vielen modernen Einrichtungskonzepten nicht wegzudenken. Gerade das Rohe, Ungeschliffene wird gerne in Innenausstattungen und Wohn­acces­soires integriert. weiter lesen

Zeitgemäß: Pflegeleichtes Fischgrät-Parkett in Rohoptik und im XL-Format
http://www.baulinks.de/webplugin/2016/1017.php4
Eine Renaissance erlebt derzeit ein guter Bekannter aus ver­gan­genen Zei­ten: der schöne, meist aufwändig zu pflegende Fischgrät-Boden. Musste der empfindliche Parkettboden früher regelmäßig gebohnert werden, kommt die Neuausführung naturgeölt daher. weiter lesen

Hain erwartet für 2016 neuen Umsatzzuwachs
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Der Naturholzspezialist Hain meldet erneut ein kräftiges Umsatzplus. Das Familienunternehmen steigerte laut Medienmitteilung seinen Um­satz im Geschäftsjahr 2015 um 10% von 15 Mio. Euro auf 16,5 Mio. Euro. Heuer plant der Spezialist für exklusive Landhausdielen und Parkettböden eine weitere Steigerung. weiter lesen

Asiaten verschärfen Wettbewerb für Parkett- und Echtholzböden
http://www.baulinks.de/webplugin/2016/1015.php4
Der europäische Markt für Parkett- und Echt­holzböden schaut nach langen Jahren der Stagnation und des Abschwungs wieder optimis­ti­scher in die Zukunft. Im­merhin stieg 2015 der Absatz um 2,2% auf 82,7 Mio. m² in den europäischen Top 11 Ländern. weiter lesen

Umsatz mit Bodenbelägen schrumpfte 2015 in Deutschland um insgesamt knapp ein Prozent
http://www.baulinks.de/webplugin/2016/1014.php4
Als Folge des schwachen Sanierungsgeschäftes schrumpfte der Markt für Bodenbeläge in Deutschland im Jahr 2015 um insgesamt knapp 1% gegen­über dem Vorjahr auf nunmehr 2,55 Mrd. Euro. weiter lesen

Pellets im Juli 2016: Niedriger Preis bei stabiler Versorgungslage
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Laut einer aktuellen Erhebung des DEPV kosten Holzpellets zur Zeit in Deutschland durchschnittlich 222,81 Euro/t. Der Pelletpreis ist demnach im Juli saisonbedingt gegenüber dem Vormonat um 1% und gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,6% gesunken. weiter lesen

Minus 74,2 Prozent: Von 2011 bis 2014 Umsatzeinbruch in der Solarbranche
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2014 erzielte die deutsche Solarbranche mit Waren und Leistungen 3,7 Mrd. Euro Umsatz. Im Vergleich zum zuletzt wirtschaftlich starken Jahr 2011 entspricht dies insgesamt einem Umsatzrückgang von 74,2 % bzw. 10,6 Mrd. Euro. weiter lesen

Wohneigentumsquote stagniert trotz günstiger Rahmenbedingungen
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Trotz niedriger Zinsen und guter Beschäftigungslage stagniert die Wohn­eigentumsquote in Deutschland seit über zehn Jahren bei rund 43%. Das ist ein aktuelles Ergebnis einer Sonderauswertung der aktuellen Einkom­mens- und Verbrauchsstichprobe (EVS). weiter lesen

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