Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 9.10.2016

BAuA-Arbeitszeitreport 2016

Die Gestaltung der Arbeitszeit gehört zu den zentralen Frage­stellungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Dabei geht es um die Dauer und Lage von Arbeitszeiten und Ruhezeiten sowie um die Planbarkeit und Beeinflussbarkeit der persön­lichen Ar­beits­zeiten. Die Flexibilisierung der Arbeitszeit - vor dem Hintergrund des Wandels der Arbeitswelt - wirft hierbei neue Fragen auf.
 
Eine Basis für Antworten legt die Bundesanstalt für Arbeits­schutz und Arbeitsmedizin (BAuA) mit ihrem Arbeitszeitreport 2016, einer repräsentativen Befragung von rund 20.000 Beschäftigten in Deutschland. Die Daten geben Aufschluss über die Arbeitszeitrealität der Beschäftigten und erlauben daher eine Einschätzung zu Fragen der Arbeitszeitflexibilität und deren Gestaltung.
 
Flexible Arbeitszeiten prägen die Arbeitszeitrealität vieler Beschäftigten:
  • Zwar geben immerhin 80% der Beschäftigten an, in der Regel Wochentags zwischen 7:00 und 19:00 Uhr zu arbeiten.
  • Allerdings berichten wiederum 43% der Beschäftigten, mindestens einmal monatlich auch am Wochenende zu arbeiten.
  • Über regelmäßige Rufbereitschaft sind 8% auch außerhalb ihrer Arbeitszeit an ihre Arbeit gebunden.
  • 22% geben an, dass ihr Arbeitsumfeld erwartet, dass sie im Privatleben für dienstliche Belange erreichbar sind
Tatsächlich werden laut Arbeitszeitreport 12% der Beschäftigten häufig außerhalb der Arbeitszeit wegen dienstlicher Angelegenheiten kontaktiert; immerhin 23% geben an, dass sie manchmal kontaktiert werden. Führungskräfte seien häufiger betroffen als Beschäftigte ohne Führungsverantwortung. Aber auch viele Beschäftigte mit einfachen Tätigkeiten seien betroffen. Die ständige Erreichbarkeit gilt dabei nicht als ein primäres Phänomen in Großbetrieben. Hier liegt der Anteil Betroffener unter dem Durchschnitt.
 
Etwa vier von zehn Beschäftigten haben selber großen Einfluss darauf, wann sie mit ihrer Arbeit beginnen und sie beenden (38%) oder wann sie ein paar Stunden frei nehmen (44%). Gleichzeitig erlebt mehr als jeder siebte Beschäftigte häufig und jeder vierte Beschäftigte manchmal kurzfristige Änderungen der Arbeitszeit aufgrund betrieblicher Belange. Zudem arbeiten etwa 7% der Beschäftigten auf Abruf.

Work-Life-Balance

Das bedeutet: Beschäftigte mit hohen betrieblichen Flexibilitätsanforderungen, wie etwa Arbeit auf Abruf, Rufbereitschaft oder kurzfristigen Änderungen ihrer Arbeitszeit, schätzten ihr gesundheitliches Befinden tendenziell schlechter ein und sind un­zu­frie­dener mit ihrer Work-Life-Balance als andere Beschäftigte. Umgekehrt zeigt sich durchgängig, dass sich Einflussmöglichkeiten der Beschäftigten auf die Arbeits­zeit­ge­staltung sowie Planbarkeit und Vorhersehbarkeit der Arbeitszeit positiv auf Gesundheit und Work-Life Balance auswirken. Die konkrete Ausgestaltung der flexiblen Arbeits­zei­ten im Zusammenspiel zwischen betrieblichen Anforderungen einerseits und Belangen der Beschäftigten andererseits erweist sich somit als eine der zentralen Stellschrauben für flexible und gesunde Arbeitszeitgestaltung.
 
Die Studie zeigt zudem, dass überlange Arbeitszeiten weiterhin für viele Beschäftigte relevant sind.
  • So arbeiten 17% der Beschäftigten durchschnittlich 48 Stunden und mehr in der Woche.
  • Ein Fünftel der Beschäftigten arbeiten im Rahmen versetzter Arbeitszeiten oder in verschiedenen Schichtsystemen.
Beide Arbeitszeitformen gehen sowohl mit Einschränkungen der Work-Life Balance als auch mit Einschränkungen im gesundheitlichen Befinden einher. Die Daten bestätigen weiterhin die großen Unterschiede in der Arbeitszeitrealität von Männern und Frauen.
  • Arbeiten immerhin 42% der Frauen in Teilzeit,
  • so sind es bei den Männern lediglich 7%.
Der größte Teil der Frauen nennt als Grund persönliche oder familiäre Verpflichtungen, wobei die kürzeren Arbeitszeiten im Vergleich zu den Männern in allen Lebenssituationen zu beobachten sind.
 
Der Arbeitszeitreport Deutschland 2016 ist über baua.de/Arbeitszeitreport-Deutschland downloadbar.

Baulinks-Beiträge vom 9. Oktober 2016

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