Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 14.12.2016

RiskMap 2017

Die Trennung zwischen angeblich sicheren heimischen Märkten und schwierigen aus­ländischen Märkten hat keine Zukunft mehr, da die Risiken auch auf heimischen euro­päischen Märkten um sich greifen. Bedrohungen durch politische Umschwünge, Cyber-Angriffe und Terrorismus sowie Unsicherheit bezüglich regulatorischer Vorgaben erfor­dern von Unternehmen eine Überarbeitung ihres Risikomanagements. Dies sind einige der Schlüsselthemen der „RiskMap 2017“, einer jährlich veröffentlichten Prognose zu politischen und geschäftlichen Risiken von Control Risks, einer spezialisierten Risikobe­ratung.

Harald Nikutta, Senior Partner für Zentral- und Osteuropa bei Control Risks, fast zu­sammen: „Die unerwarteten Ergebnisse der US-Wahlen und des Brexit-Referendums, haben den letzten Anstoß gegeben, um 2017 zu einem der schwierigsten Jahre für strategische Geschäftsentscheidungen seit Ende des Kalten Krieges wer­den zu lassen. Sollte das Flüchtlingsabkommen zwischen der Türkei und der EU aus­einanderbrechen, könnte dies nicht nur die regionale politische Instabilität erhöhen, sondern auch den weiteren Anstieg einer rechtsgerichteten populistischen Strömung in Deutschland zur Folge haben. Dies wiederum könnte ein Schlüsselfaktor für eine Ver­änderung der Machtverhältnisse in der Koalition nach der Bundestagswahl sein.“


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Das hohe Maß an Komplexi­tät und Unsicherheit, das mit diesen politischen und sicher­heitsrelevanten Aspekten in diesem Jahr einhergeht - wie in der RiskMap dargestellt - zwingt Unternehmensleitungen dazu, ihren Ansatz im Risikomanagement einer gründli­chen Prüfung und Anpassung zu unterziehen.

Control Risks hat für 2017 die folgenden zentralen Geschäftsrisiken identifiziert:
  • Politischer Populismus nach Beispiel des designierten US-Präsidenten Trump und des Brexit. Die durch die US-Wahlen eingeläutete Ära stärkerer nationaler Kontrolle der Wirtschafts- und Sicherheitspolitik, die EU-Flüchtlingskrise und der Brexit sorgen für eine gestiegene Unsicherheit in Vorstandsbüros. Aufgrund der unklarenpolitischen Haltung der USA und Großbritanniens und den daraus er­wachsenden Folgen für den weltweiten Handel und das globale wirtschaftliche wie geopolitische Umfeld ist Vorsicht geboten. Politische Spannungen werden entstehen, sollte die neue US-Regierung den Druck auf die wirtschaftlichen Be­ziehungen zwischen den USA und China erhöhen, die für die Stabilität der Welt­wirtschaft von größter Bedeutung sind. Der Ruf nach weiteren EU-Referenden, der überall in Europa zu vernehmen ist, schürt Nervosität.
  • Ein potenziell harter Schnitt im Regelwerk der USA könnte zu Umwälzungen im globalen regulatorischen Umfeld führen. Die Einhaltung des Pariser Umwelt­abkommens seitens der USA steht in Frage, und die Bestimmungen des Dodd-Frank Act und des Foreign Corrupt Practices Act könnten wesentlich verändert oder gänzlich aufgehoben werden, was weltweit einen Dominoeffekt auslösen kann.
  • Wachsende Komplexität der Cyber-Sicherheit. 2017 werden die Unterschiede in der Gesetzgebung zum Datenverkehr zunehmen: die Regulierungen zum Daten­schutz in den USA und der EU bleiben widersprüchlich; der digitale Binnenmarkt der EU hat isolationistische Züge, und China und Russland führen neue Gesetze zur Cyber-Sicherheit ein. Dies führt zu Daten-Nationalismus, was Unternehmen dazu zwingt, gegen Mehrkosten ihre Daten im jeweiligen Land zu hosten, da sie die regulatorischen Vorgaben im internationalen Datenverkehr nicht erfüllen kön­nen.
  • Anhaltende Bedrohung durch Terrorismus. Die Terrorgefahr wird auch 2017 hoch sein, wenn auch stärker fragmentiert. Der Verlust der Kontrolle über Gebie­te in Syrien und im Irak durch den sogenannten Islamischen Staat wird zu einem Exodus erfahrener Kämpfer auch nach Europa führen. Deutschland wird darauf mit der Erhöhung staatlicher Ressourcen für den Kampf gegen diese Gefahr antwort­en. Der Umgang mit der Terrorgefahr wird für Unternehmen immer schwieri­ger werden; eine Umstellung auf die neuen Risiken ist unerlässlich, beispielswei­se durch umfassende Datenlösungen und die Überprüfung einer potenziellen Ra­dikalisierung von Insidern, physischer Sicherheitsmaßnahmen und Planungssze­narien.
Harald Nikutta betont: „Durch die Digitalisierung und das Internet der Dinge sind Risi­ken überall anzutreffen - auch an vermeintlich sicheren Orten. Die Trennung zwischen sicheren heimischen Märkten und gefährlichen im Ausland wird dadurch nachhaltig auf­gelöst. Die weltweiten Terroranschläge von 2016, die durch das Internet gefördert und in einigen Fällen sogar erst ermöglicht wurden, haben gezeigt, dass islamistisch ge­prägte Gewalt überall auf der Welt geplant und ausgeführt werden kann.„

Unternehmen werden 2017 unterschiedliche Strategien verfolgen, um ihre Werte zu schützen und Chancen zu nutzen:
  • Festungen werden sich defensiv auf ihr Kerngeschäft und die für sie wichtigsten Märkte konzentrieren. Sie werden sich von nicht-rentablen Vermögenswerten trennen, erfolglose Fusionen aufkündigen, Kosten einsparen und Expansionsplä­ne auf Eis legen. Diese Strategie, die aufgrund des Verfalls der Rohstoffpreise in erster Linie von Unternehmen im Bergbau-, Öl- und Gassektor verfolgt werden wird, steht auch für Kürzungen im Einzelhandel und eine Rückkehr in heimische Märkte durch Produktionsfirmen.
  • Haie sind risikofreudiger und werden Chancen in neuen Tätigkeiten und Stand­orten suchen. Finanzdienstleister, die sich regulatorischen Unsicherheiten und der steigenden Konkurrenz in den Wachstumsmärkten gegenüber sehen, werden voraussichtlich Risiken eingehen, um sich „First-Mover“-Vorteile in Frontier Mar­kets oder disruptiven Sektoren wie FinTech zu sichern.
  • Tanker werden ihre umfangreichen Finanzressourcen und die günstige Finanzie­rung nutzen, um Mega-Fusionen zu arrangieren und Märkte so zu monopolisie­ren. Ihre Hauptfeinde sind dabei Wirtschaftsnationalisten und Wettbewerbshüter. Der Technologiesektor, die Pharmabranche und der Agrarsektor werden stark durch Konsolidierungen geprägt sein, die häufig regulatorische Unterschiede in den jeweiligen Märkten nutzen, um eine dominante Marktposition zu etablieren.

Baulinks-Beiträge vom 14.12.2016

Zollingerdach 2.0
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Mehr Umsätze mit Tageslichtelementen
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RotoQ kommt als reines Kunststoffdachflächenfenster
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AG.Plastics erweitert seine Marke Skylux um hoch wärmedämmende Flachdachfenster
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Neuer Velux Dämm- und Montagerahmen BGX
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Für die schnelle und fachgerechte Verbindung zwischen Dachflächen­fenster und Unterdach hat Velux den neuen Dämm- und Montagerah­men BGX im Programm. Hergestellt wird er aus dem PUR-Recyclat Pu­renit - was ein ho­he Stabilität und lange Haltbarkeit erwarten lässt und sich in einer Garan­tiezeit von 10 Jahren wiederspiegelt weiter lesen

Mehr als eine normale Dachaufstockung: Glasgewölbe über drei Geschosse in London
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