Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 22.12.2016

Wohnen 2014(!)

Im Jahr 2014 gab es in Deutschland 41,0 Mio. Wohnungen. Wie das Statistische Bundes­amt direkt vor Weihnachten 2016 auf der Basis von Ergebnissen des Mikrozensus mitgeteilt hat, waren das 570.000 Wohnungen oder 1,4% mehr als 2010.  Rund 39,2 Mio. aller Wohnungen befanden sich in Wohngebäuden (95,5%), 1,4 Mio. in sonstigen Gebäuden mit Wohnraum (3,4%), 451.000 in Wohnheimen (1,1%) und 8.000 in be­wohnten Unterkünften (0,0%).

36,1 Millionen der Wohnungen in Wohngebäuden in Deutschland waren 2014 bewohnt und 3,1 Mio. unbewohnt. Das entspricht einer Leerstandquote von 7,9%. Den größten Leerstand gab es in Sachsen (13,8% aller Wohnungen), den niedrigsten in Hamburg (4,4%). Die Leerstandquote in den neuen Ländern (einschließlich Berlin) lag mit 11,1% weiterhin über dem Niveau im früheren Bundesgebiet mit 7,0%. Seit 2010 hat sich die Leerstandquote in Deutschland insgesamt um 0,5 Prozentpunkte verringert.

16,4 Mio. aller Wohnungen in Wohngebäuden wurden 2014 von ihren Eigentümern selbst bewohnt, das entspricht einem Anteil von 45,5%. Der Anteil des selbstgenutzten Wohneigentums lag im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) mit 48,4% über dem Durchschnitt der neuen Länder (34,4%). Im regionalen Vergleich wies Berlin mit 14,2 % die niedrigste Eigentümerquote auf, im Saarland war der Anteil mit 62,6% am höchsten.

50,7% der Bevölkerung im selbst bewohntem Eigentum

Gleichzeitig lebten 2014 in den von ihren Eigentümern selbst bewohnten Wohnungen 50,7% der Bevölkerung in Deutschland. Eine Eigentümerwohnung hatte im Jahr 2014 im Schnitt 2,4 Bewohner, eine Mietwohnung nur 1,8. Der Anteil der in Wohneigentum lebenden Bevölkerung war im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) mit 53,3% höher als in den neuen Ländern (40,0%). Im regionalen Vergleich entfiel mit 17,7% der niedrigste Anteil auf Bremen und 65,9% der höchste auf das Saarland.

mittlere Wohnungsfläche: 92,9 m²

Bei einer mittleren Wohnungsfläche von 92,9 m² standen jedem Einwohner in Deutsch­land durchschnittlich 44,5 m² Wohnraum zur Verfügung. Insgesamt waren die Wohnun­gen im früheren Bundesgebiet mit 96,4 m² weiterhin größer als in den neuen Ländern (79,9 m²). Deutschlandweit sind die Wohnungen in Rheinland-Pfalz mit 107,2 m² am größten und in Berlin mit 69,8 m² am kleinsten. Im Jahr 2010 hatte die mittlere Woh­nungsfläche insgesamt 92,1 m² und je Einwohner 45,1 m² betragen. Somit ist in den letzten vier Jahren die durchschnittliche Größe einer Wohnung zwar gewach­sen, die Wohnfläche je Person aber gleichzeitig zurückgegangen.

durchschnittliche Bruttokaltmiete 6,72 Euro/m²

Die monatliche Bruttokaltmiete für eine Mietwohnung in Deutschland betrug im Jahr 2014 im Durchschnitt 473 Euro. Im Jahr 2010 hatte sie im Mittel bei 441 Euro gelegen, 32 Euro btw. 7,3% weniger als 2014. Im regionalen Vergleich stiegen die Bruttokalt­mieten am stärksten in Bremen (+13,9%). Im Saarland sanken die Werte dagegen um 1,7%.

Je Quadratmeter zahlten 2014 Mieter in Deutschland 6,72 Euro. Die Bruttokaltmiete je Quadratmeter hatte 2010 im Schnitt bei 6,37 Euro gelegen, das waren 0,35 Euro beziehungsweise 5,5 % weniger als 2014. Im früheren Bundesgebiet lag die Bruttokalt­miete je Quadratmeter 2014 mit 6,84 Euro über dem Wert in den neuen Ländern (ein­schließlich Berlin) mit 6,35 Euro. Die warmen Nebenkosten bei Mietwohnungen beliefen sich im Jahr 2014 auf 1,33 Euro je Quadratmeter, die kalten Nebenkosten auf 1,14 Euro.

Mietbelastungsquote 2014: im Durchschnitt leicht abnehmend

Die Mietbelastungsquote, das heißt der Anteil der Bruttokaltmiete am verfügbaren Haushaltseinkommen, betrug im Jahr 2014 durchschnittlich 27,2 %, das waren 0,7 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2010. Einige Haushalte waren jedoch zum Teil deutlich höher belastet, wie zum Beispiel Rentnerhaushalte (30,1%) oder Haushalte von Alleinerziehenden (30,5%). Jeder dritte Rentnerhaushalt gab 35% seines Nettoein­kommens oder mehr für die Bruttokaltmiete aus.

alternative Beheizung mit viel Luft nach oben

Die regenerativen Energien spielten bei der Beheizung 2014 nur eine untergeordnete Rolle: Nur 5,3% aller Wohnungen wurden überwiegend mit regenerativen Energien beheizt – bei der Mehrheit kamen dagegen Fernwärme und konventionelle Energieträger wie Heizöl oder Erdgas zum Einsatz. Allerdings gewinnen regenerative Energien als zusätzlich eingesetzte Energiearten an Bedeutung. In den 18,1% aller Wohnungen, in de­nen es 2014 mehr als eine Form der Beheizung gab, machten regenerative Energien 80,0% aller zusätzlich verwendeten Energiearten aus.

Detaillierte Informationen bietet die Fachserie 5, Heft 1 - "Bestand und Struktur der Wohneinheiten - Mikrozensus-Zusatzerhebung 2014" auf 457 Seiten.

Frohe Weinachten

Im Laufe der vergangenen Tage haben wir diverse Türen geöffnet, heute kommen noch einige Tore hinziu und wir berichten aus der Isaakskathedrale in Sankt Petersburg - Sie merken: Es weihnachtet auch bei uns! Wir wünschen Ihnen darum erholsame Tage und eine gute Landung im Jahr 2017 (von dem wir hoffentlich in einem Jahr nicht sagen werden, dass es noch bescheuerter war als 2016).

Baulinks-Beiträge vom 22.12.2016

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