Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 30.12.2016

Nachlese: Werbegeschenke beeinflussen Kunden

Weihnachten ist die Zeit der Werbegschenke: Mit kleinen (manchmal auch großen) Auf­merksamkeiten wollen Firmen ihren Kunden Wertschätzung und Dankbarkeit entge­genbringen. Auch sollen diese Präsente vor Augen führen, dass sich Treue bezahlt macht. Unternehmen geben dafür Milliardensummen aus.

Eine aktuelle Studie zum Effekt von Werbegeschenken von Marketing-Center der Uni Münster, zeigt: Werbegeschenke beeinflussen tatsächlich die Ausgaben der Kunden und zwar „bedeutsam“. So buchten beispielsweise beschenkte Kunden sogar nach Ablauf eines Fluggutscheins als Werbegeschenk weiter bei der Airline, von der das Präsent kam. „Die Ausgaben der Kunden für die Fluggesellschaft stiegen, selbst in den darauffolgenden Monaten“, berichtet Dr. André Marchand, Erstautor der Studie und Privatdozent am Marketing-Center.

„Auch die Einstellungen gegenüber der Airline verbesserten sich. Wir haben diese vor und nach dem Experiment gemessen und konnten einen signifikanten Anstieg nach­weisen." Ein Mietwagengutschein einer anderen Firma, der bei kurzen Distanzen zudem die Gefahr berge, dass der Kunde auf das Auto umsteige, sei hingegen wenig zielführend.

Für die Studie werteten die Marketingexperten die Daten von rund 2.000 Kunden einer deutschen Fluggesellschaft aus. „Werbegeschenke bleiben ein wichtiges Instrument, um die Kundenloyalität zu erhöhen. Allerdings gibt es keinen generalisierbaren Effekt von Geschenken“, betont Dr. Marchand. Nicht alle Geschenke führten zu höheren Einnahmen für ein Unternehmen. Der Effekt hänge stark von deren Ausgestaltung ab.

Die Wissenschaftler empfehlen den Managern, vor allem auf Geschenke zu setzen, die direkt mit dem Unternehmen, also den Kernprodukten oder Dienstleis­tun­gen zusammenhängen. Diese Vorzüge bewegten Kunden dazu, ihr Verhalten an die vom Unternehmen gewünschte Art anzupassen. „In diesen Fällen sind die Kunden davon überzeugt, dass sich ihre Treue bezahlt macht“, unterstreicht Dr. Marchand. „Somit wirken sie ähnlich wie andere monetäre Anreize.“

Darüber hinaus seien Aufmerksamkeiten („soziale Geschenke“), die nicht mit dem Unternehmen zusammenhängen (zum Beispiel markenfreie Schokoladenherzen) effektiv, erläutert er. „Wirtschaftliche, mit dem Unternehmen zusammenhängende Geschenke wirken am effektivsten im Hinblick auf eher kurzfristige Umsätze, während soziale, nicht mit dem Unternehmen zusammenhängende Geschenke effektiver für die eher langfristige Kundenbeziehung sind“, fügt Prof. Thorsten Hennig-Thurau vom Lehrstuhl für Marketing und Medien hinzu.

Für strategische Überlegungen von Unternehmen zum Einsatz von Werbegeschenken empfehlen die Experten ohnehin einen langen Atem. „Die Manager sollten beachten, dass langfristig wiederholte - statt einmalige Geschenke - für die Kundentreue notwendig werden könnten“, betont André Marchand. Das könne jedoch aber auch dazu führen, dass Kunden die Geschenke zwar dankend annähmen, jedoch ihr Verhalten aufgrund der Geschenke nicht änderten.

Die Studie mit dem Titel „How gifts influence relationships with Service Customers and financial outcomes for firms“wird voraussichtlich im Frühjahr 2017 im Fachjournal „Journal of Service Research“ erscheinen.

Baulinks-Beiträge vom 30.12.2016

EPX-Teilindex für Bestandsimmobilien am stärksten gestiegen
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Die Preise für private Wohnimmobilien sind im November 2016 in allen Segmenten moderat gestiegen. Während sie bei bestehenden Ein- und Zweifamilienhäusern mit 1,66% am stärksten zulegten, fiel der Anstieg beim Teilindex für Neubauten mit 0,86% nur rund halb so hoch aus. weiter lesen

Baufinanzierung 2017: Zinsen starten auf historisch niedrigem Niveau
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Das Jahr 2016 stand ganz im Zeichen extrem niedriger Bauzinsen und einer anhaltend hohen Nachfrage nach Wohnimmobilien. Im Sommer erhielten Darlehensnehmer mit ausreichend Eigenkapital zehnjährige Baukredite für unter 1 Prozent - so günstig wie nie seit Bestehen der Bundesrepublik. weiter lesen

Rechtsstreit bei nachträglichen Bauleistungen vorprogrammiert - aber vermeidbar
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Nachträge prägen das tägliche Baugeschäft. Damit sind zusätzliche oder geänderte Leistungen gemeint, die nicht ausdrücklich von den Vertragsunterlagen erfasst, für das Bauvorhaben jedoch unabdingbar sind. weiter lesen

„Gekauft wie gesehen“ gilt meist nicht bei bestehenden Immobilien
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In Zeiten knapper Grundstücksgrößen ist der Kauf bestehender Immobilien besonders attraktiv. Die Vorteile liegen auf der Hand. Allerdings kommen Bestandsgebäude kaum ohne Mängel aus. weiter lesen

Worauf legen die Deutschen besonders viel Wert bei der Wohnungssuche?
http://www.baulinks.de/webplugin/2016/1869.php4
Helle Räume und viele Fenster wünschen sich 89% der Deutschen für ihre neue Wohnung. Damit steht eine Wohnung mit viel Tageslicht ganz oben auf der Wunschliste bei der Wohnungssuche - zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle repräsentative Studie von Immowelt. weiter lesen

Verbände erwarten 2017 keine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt
http://www.baulinks.de/webplugin/2016/1868.php4
Deutschland wird 2016 die Zielmarke von 400.000 Neubauwohnungen erneut deutlich verfehlen. Die Jahresbilanz 2016 wird nach Experten-Meinung max. 300.000 neu fertiggestellte Wohnungen ergeben. Dieses vorläufige Resümee zog die Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ am vorletzten Tag des Jahres in Berlin. weiter lesen

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