Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 5.1.2017

Smart-Kitchen

In zehn Jahren werden die Haushalte hierzulande kaum wiederzuerkennen sein. Her­steller von Haushaltsgeräten sowie Branchenfremde arbeiten an digitalen Zusatzan­geboten wie Apps und neuen Diensten, die das Zuhause revolutionieren sollen. Im Vorfeld der International Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas hat die Mana­gementberatung Oliver Wyman einen Blick in den Haushalt von Morgen geworfen.


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Morgens aufstehen, die Espressomaschine hat bereits den Lieblingskaffee gebrüht und das Frühstück muss nur noch aus dem Ofen genommen werden. Kommuniziert mit den Küchengeräten hat wahlweise das Handy, der Wecker oder vielleicht auch nur der Licht­schalter im Bad. Was heute noch Zukunftsmusik ist, könnte bald Realität werden. Die Berater von Oliver Wyman erwarten, dass bis 2020 mehr als 50% aller Haushalts­geräte vernetzt sein werden. „Im Vergleich zu anderen Branchen wie Automobil oder Sportartikel steht der Haushaltssektor zwar noch relativ am Anfang,“ sagt Martin Schulte, Partner und Konsumgüterexperte bei Oliver Wyman. „Aber Investitionen in unterstütztes Kochen oder miteinander kommunizierende Hausgeräte zeigen: Auch der Haushaltssektor wird umgekrempelt. Insbesondere, da viele dieser Neuheiten Teil des Trends zum Smart Home sind und sich wie Puzzlestücke zusammenfügen.“

Intelligente Vernetzung als Basis für Innovationen

Entwicklungen wie unbegrenzte Vernetzung, Augmented Reality und Big Data eröffnen neue Möglichkeiten für sogenannte „Use Cases“, die Kunden einen Mehrwert ver­spre­chen. Im Smart Home kommunizieren Ofen, Wecker und zum Beispiel das Auto mit­ein­ander. Der Kühlschrank von Morgen ist mit Sensorik ausgestattet, die erkennt, welche Produkte bald nicht mehr vorrätig sind und dem Smartphone mitteilt, diese auf die Einkaufsliste zu setzen. „Haushaltsgeräte herzustellen und zu vertreiben reicht in der Zukunft nicht mehr aus, um erfolgreich zu sein,“ sagt Martin Schulte. „Hersteller müssen neue Erlösquellen in ihrem Ökosystem ausschöpfen.“

Die etablierten Hersteller arbeiten bereits an neuen Lösungen, um sich in diesem Bereich zu positionieren. So haben die B/S/H und LG mit Mykie bzw. SmartThinQ interaktive Schnittstellen vorgestellt, die Haushaltsgeräte über WLAN verbinden und mit dem Besitzer interagieren. Doch sie müssen sich gegen neue Anbieter durchsetzen, die ihnen das Terrain streitig machen wollen. Das am meisten umkämpfte Feld ist wohl der Bereich „Connected Home“, mit Google (Nest), Apple (Home Kit) und Amazon (Echo) als prominentesten Vertretern.

Martin Schulte: „Schnelles Handeln ist gefragt, denn die Eintrittsbarrieren für inter­natio­nale Tech-Unternehmen sind angesichts geringer Technologiekosten niedriger denn je.“ Das Interesse an solchen Themen zeigen die zahlreichen Start-ups, die mittlerweile im Feld „Connected Home“ aktiv sind. Das Smart-Kitchen-Start-up Innit ist beispielsweise mit üppigen 25 Millionen US-Dollar Investment ausgestattet und arbeitet an neuen Ansätzen des Kochens.

Vom „Zu Hause Kochen“ zum „Zu Hause Essen“

Darüber hinaus gibt es noch weitere Bereiche zu erschließen - etwa das „Zu Hause Essen“. Start-ups wie Foodora oder Hello Fresh revolutionieren den Markt mit enormen Wachstumsraten. Dabei treiben sie eine Entwicklung an vom „Zu Hause Kochen“ hin zum „Zu Hause Essen“ - mit womöglich weitreichenden Folgen. Eine voll ausge­stat­tete Küche ist in dieser Welt nicht mehr nötig, um zu Hause gut zu essen. Erste Neubauprojekte in Berlin sehen bereits separate Räumlichkeiten im Eingangsbereich vor, um verzehrfertige Lebensmittellieferungen warm oder gekühlt zu halten.

Gleichzeitig entwickeln sich neue Kundenbedürfnisse, die mögliche Erlösquellen für Hersteller darstellen. Dazu gehören etwa platzsparende Geräte, die für unter­schied­liche Funktionen eingesetzt werden können - etwa ein Gerät, das gleichzeitig Gemüse waschen, schneiden und kochen kann. Oder aber ganz neue Plattformen für die Küche von Morgen. Die Plattform von Innitetwa versteht sich auch als Lösung für weniger Lebensmittelabfälle im Haushalt, indem Rezepte für die noch vorrätigen Lebensmittel abhängig von der Haltbarkeit vorgeschlagen werden. „Hersteller müssen neue Fähig­keiten aufbauen, die vor allem den Kunden mit seinen Bedürfnissen in den Mittelpunkt stellen,“ sagt Branchenexperte Schulte. „Nur so lassen sich Anwendungen identifizieren, die für den Kunden einen Mehrwert in seinem Alltag liefern.“

Baulinks-Beiträge vom 5.1.2017



Was ist „gute Raumluft“?
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Ein praktikabler und relativ einfach zu messender Indikator für die Luft­qualität in Wohnräumen ist der CO₂-Gehalt. Mit dem Weglüften des Kohlendioxids werden automatisch auch andere Luftschadstoffe redu­ziert. Der CO₂-Gehalt in der Luft wird in ppm gemessen. weiter lesen

Neuer Schalldämm-Außenwand-Luftdurchlass mit u.a. Basotect-Schalldämm-Elementen
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Lärm kann zu Schlafstörungen sowie massiven gesundheitlichen Proble­men führen - weshalb in der DIN 4109 für Wohngebäude ein hoher Mindest­schallschutz gefordert wird. Maßgeblich bei Abluftanlagen sind dies­bezüg­lich die Außenwand-Luftdurchlässe. weiter lesen

Passivhauszertifikat für die neue Lüftungsgeräteserie ComfoAir Q von Zehnder
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Die neue Lüftungsgeräte-Generation ComfoAir Q von Zehnder wurde als „Passivhaus geeignete Komponente – Wärmerückgewinnungsgerät“ zer­tifiziert. weiter lesen

LivingAir-Lüftungsgeräte von Brötje zertifiziert für Passivhäuser
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Die Lüftungsgeräte LivingAir LAK 300 und 450 sind nun vom Passivhaus Institut Darmstadt als zertifizierte Passivhaus Komponenten anerkannt. Im Rahmen einer umfassenden Siegel-Prüfung mussten die Geräte ver­schie­de­ne Testszenarien und Prüfmessungen bestehen. weiter lesen

Frischluft-Wärmetauscher von Marley nach dem Push&Pull-Prinzip
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Mit seinen „Frischluft-Wärmetauschern“ bietet Marley dezentrale Lüf­tungs­geräte für eine kontinuierliche Grundlüftung an, um einer Schim­melpilz­bildung in Wohngebäuden vorzubeugen und die Bau­sub­stanz so­wie die Gesundheit der Bewohner zu schützen. weiter lesen

Neues Jahr, neue Meltem-Funkfernbedienung für bis zu sechs synchron laufende Lüftungsgeräte
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Hausbewohner legen immer mehr Wert auf eine komfortable Bedienung haustechnischer Anlagen. Das gilt auch für die Lüftungstechnik, und darum bietet Meltem für seine Lüftungsgeräte die neue Funkfernbedie­nung M-WRG-FBH an. weiter lesen

Velux und Smart-Home-Unternehmen Netatmo vereinbaren Zusammenarbeit
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io-homecontrol-Protagonist Velux hat im Rahmen der Consumer Elec­tronics Show in Las Vegas seine Partnerschaft mit Netatmo bekannt gegeben. Dabei geht es um die Entwicklung eines Raumklimasystems namens „Velux Active“ weiter lesen

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