Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 29.1.2018

Einstellungen zu Transgender

Zwei Drittel der Deutschen (66%) halten Transgender für mutig und ein „natürliches Vorkommnis“ (60%). Jeder Zweite (52%) findet zudem, dass Deutschland toleranter gegenüber Transgendern wird. Damit nehmen im internationalen Vergleich deutlich weniger Menschen als in Ländern wie Kanada (78%), Argentinien (78%), den USA (71%), Großbritannien (75%) oder Schweden (73%) eine positive Veränderung wahr. Das ergab eine repräsentative Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos in 16 Ländern. Dabei wurden die Bürger nach ihrer Meinung zu Menschen und deren Rechten gefragt, die als Mann oder Frau durch das Leben gehen und sich entsprechend kleiden, obwohl sie mit den gegenteiligen Geschlechtsteilen geboren wurden.

Deutsche für mehr Schutz und Unterstützung von Transgendern

Sechs von zehn (60%) Deutschen wünschen sich, dass im eigenen Land mehr unternommen wird, um jene Menschen zu schützen und zu unterstützen, deren Geschlechtsidentität von dem Geschlecht abweicht, mit dem sie geboren wurden. In den USA wünscht sich die Hälfte (51%) der Bürger mehr Schutz und Unterstützung für Transgender, während ein Drittel das nicht so sieht. Entsprechend fordern 78% der Deutschen, dass die Regierung Transgender vor Diskriminierung schützt. Noch stärker wird diese Idee in Argentinien (84%), Spanien (81%) und Großbritannien (81%) unterstützt, während sich in Polen (51%), Ungarn (52%) und Südkorea (57%) die wenigsten Fürsprecher finden.

Lebensweise von Transgendern wird überwiegend als kulturkonform gesehen

In Deutschland (12%) und Japan (10%) sind die wenigsten Befragten der Meinung, dass Menschen, die eine andere Geschlechteridentität leben, die Tradition der Kultur verletzen würden. In Serbien (50%), Polen (37%) und den USA (35%) denken im Schnitt wiederum die meisten Menschen, die Lebensweise von Transgendern würde gegen ihre Kultur verstoßen. Ebenso sorgen sich in Deutschland (16%) und Japan (15%) die wenigsten Bürger weltweit darum, dass Kinder mit Transgendern in Kontakt kommen. In Serbien (50%), Ungarn (42%) und den USA (41%) ist die Sorge am weitesten verbreitet.

Amerikaner kritisch gegenüber dem Ausleben einer anderen Geschlechteridentität

Ein Drittel (36%) der US-Amerikaner hat zudem das Gefühl, dass die Gesellschaft das Ausleben einer anderen Geschlechteridentität zuließe, ginge zu weit. In Deutschland empfinden nur 16% der Befragten so. Demgegenüber stimmen acht von zehn Befragten in Spanien (81%), Deutschland (78%) und Argentinien (79%) zu, dass es Menschen, die sich dem anderen Geschlecht zugehörig fühlen, erlaubt sein sollte, eine operative Geschlechtsumwandlung durchführen zu lassen. Zwei Drittel (67%) der Deutschen finden darüber hinaus, dass Transgender auch in der Bundeswehr aufgenommen werden sollten. Auch in den USA ist eine deutliche Mehrheit (65%) dafür, den Militärdienst für Transgender offen zu halten.

Deutsche befürworten Recht auf Heirat und Adoption

Transgender sollten eine Person heiraten dürfen, die ihrem angeborenen Geschlecht entspricht - denken drei Viertel der Deutschen (74%). In Südkorea (37%), Serbien (38%) und Polen (40%) trifft diese Aussage bei weniger Menschen auf Zuspruch. Aber auch in Frankreich (59%) und Australien (64%) gibt es deutlich weniger Befürworter.

Sollte es biologisch möglich sein, sollte es Transgendern freistehen, Kinder zu gebären, meinen zwei Drittel der Deutschen (67%). Fast genauso viele (64%) finden, dass sie auch das Recht auf Adoption von Kindern haben sollten. In anderen Ländern wird das Thema Adoption kritischer gesehen: in Polen (27%) und Serbien (26%) stimmen nur ein Viertel der Befragten für das Recht von Transgendern auf Adoption.

Dr. Robert Grimm, Leiter der Politik- und Sozialforschung in Deutschland zu den Ergebnissen:

„In den letzten Jahren wurden große Fortschritte bei der gesellschaftlichen Akzeptanz geschlechtlicher Vielfalt gemacht. Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts im Herbst 2017 zur Einführung eines dritten Geschlechts im Geburtenregister ist in dieser Hinsicht ein besonders positives Zeichen. Trotzdem leben Minderheiten wie Transgender in vielen Teilen der Welt in Angst vor Gewalt und Verfolgung und werden öffentlich diskriminiert. So sprach sich Donald Trump 2017 für einen Bann von Transgendern in der US-Armee aus. Auch in Europa polarisieren Transgender-Rechte die öffentliche Meinung. Deshalb ist die relative Toleranz der Deutschen gegenüber Transgendern besonders positiv. Aber auch in Deutschland ist die Anzahl der Gewalttaten und die Hasskriminalität gegen Lesben, Schwule, Bi-, Trans- und Intersexuelle (LGBTI) noch immer ein Problem. So wurden im vergangenen Jahr nach Angaben des schwulen Anti-Gewalt-Projektes Maneo 291 solcher Delikte allein in Berlin gemeldet."

Steckbrief:Die Befragung wurde weltweit in 16 Ländern durchgeführt. Zu den Ländern gehören: Argentinien, Australien, Belgien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Ungarn, Italien, Japan, Kanada, Polen, Serbien, Südkorea, Spanien, Schweden und USA. Die internationale Stichprobe betrug etwa 12.500 Erwachsene im Alter von 16 bis 64 Jahren und in Kanada und den USA 18 bis 64 Jahren. In Deutschland wurden 1.000+ Teilnehmer befragt. Die Befragung fand zwischen dem 24. Oktober und 7. November 2017 statt.

Baulinks-Beiträge vom 29.1.2018

Sandstein aus der Farbdose
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IVM Chemicals Group hat einen Effektlack entwickelt, mit dem sich Op­tik und Haptik von Sandstein individuell herstellen lassen. So können mit Hilfe unterschiedlicher Auftragstechniken Strukturen mit unter­schiedlichen Körnungen geschaffen werden. weiter lesen

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Das Hamburger Hotel Wedina hat ein umfassendes Facelift erhalten, bei dem Farbe eine zentrale Rolle spielt. So macht die Fassade in leuchten­dem Rot auf sich aufmerksam und jedes Zimmer zeigt sich in einer an­deren, meist sehr kräftigen, Farbe. weiter lesen

Wohnanlage wagnisART in München entscheidet DAM Preis 2018 für sich
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50 Nominierungen (bei 600 Einreichungen aus 44 Ländern) zum Brick Award 2018
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Für den Brick Award 2018 haben Architekten und Fachjournalisten 50 inter­nationale Einreichungen nominiert - darunter 12 aus Deutschland. Wiener­berger Deutschland stellt diese 12 online mit Bildern, Kurztexten und Da­ten vor. weiter lesen

Deutscher VHF-Fassadenpreis 2018 ausgelobt (Einsendeschluss 18. Mai)
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Welche Häuser würden heute im Umfeld des Bauhauses entstehen? Der HÄUSER-Award 2019 sucht sie.
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Neuer Preis: „Wohnen für alle - Das neue Frankfurt 2018“ (Bewerbungsphase bis zum 16. Februar)
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KfW Award Bauen 2018 mit insgesamt 35.000 Euro dotiert (Bewerbungsphase bis 1. März)
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Balthasar-Neumann-Preis 2018 mit 10.000 Euro dotiert (Einsendeschluss 2. Februar)
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