Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 10.10.2018

Sicherung der europäischen Stromversorgung

Zehn nationale Verbände der Energiewirtschaft in Europa haben am 10. Oktober in Berlin einen gemeinsamen Appell zur Siche­rung der europäischen Stromversorgung (PDF-Download) ver­ab­schiedet. Die gemeinsame Erklärung wurde im Rahmen der BDEW-Konferenz „Gesicherte Leistung in Europa“ unter­zeich­net.

„Die Veranstaltung mit unseren europäischen Partner-Ver­bän­den hat bestätigt: Mit Blick auf die Energiewende können wir in Deutschland im kommenden Jahrzehnt nicht allein auf ge­si­cher­te Kraftwerksleistung unserer europäischen Nachbarländer bauen. Vielmehr müs­sen wir bei einer rascheren Reduzierung der Kohleverstromung selbst für neue, ener­gie­wen­de-kompatible gesicherte Leistung sorgen. Deshalb muss das Gesetz zur Kraft-Wärme-Kopplung verlängert werden, deshalb müssen endlich attraktive Bedingungen für den Bau und Betrieb von Energiespeichern und für Demand Side Management geschaffen werden“, sagte Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Haupt­ge­schäfts­füh­rung, in Berlin.

In der gemeinsamen Erklärung konstatieren die Verbände eine in vielen europäischen Ländern parallel laufende Entwicklung: Während die Stromerzeugungskapazitäten auf Basis erneuerbarer Energien immer weiter ausgebaut werden, verringert sich in vielen Staaten die zur Verfügung stehende gesicherte Leistung: Immer mehr Gas- und Koh­le­kraft­werke, die - abgesehen von geringen Ausfallzeiten - jederzeit und wetter­un­ab­hän­gig Strom erzeugen können, gehen vom Netz.

Dieser Trend werde sich verstärken, da die derzeitigen Marktbedingungen bei­spiels­wei­se den Bau neuer Kraftwerke oder Speicheranlagen nicht zuließen, so die Verbände. Werde dieser Entwicklung nicht entgegengewirkt, sei in nur wenigen Jahren die bisher praktizierte Solidarität zwischen den Ländern bei der Überwindung beispielsweise von Netzengpässen gefährdet, da es dann etwa an geeigneten Kraftwerks- oder Spei­cher­ka­pa­zi­tä­ten mangeln werde.

Die Verbände bekennen sich in der Erklärung zu den europäischen Klimaschutzzielen. Versorgungssicherheit in Europa könne nur im Zuge der Weiterentwicklung eines für die Energiewende geeigneten integrierten europäischen Energiemarktes wirksam gewährleistet werden. Erforderlich sei zudem die enge Zusammenarbeit aller Mit­glieds­staaten und Drittländer, die Teil des Verbundnetzes Kontinentaleuropas oder von mit Kontinentaleuropa verbundenen Netzgebieten sind. Vereinbart wurde zudem ein kontinuierlicher Austausch der Verbände zu diesen Themen.

Die Unterzeichner-Verbände:
  • Tschechien: Svaz průmyslu a dopravy České Republiky
  • Frankreich: UFE - Union Française de l'Electricité
  • Luxemburg: Organisation des Entre-prises d’Electricité du Luxembourg
  • Großbritannien: Energy UK
  • Niederlande: Energie-Nederland
  • Norwegen: Norsk Olje&Gass Norwegian Oil and Gas Association
  • Österreich: Österreichs E-Wirtschaft
  • Belgien: FEBEG - Fédération des Entreprises Electriques et Gazières a.s.b.l.
  • Schweiz: VSE - Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen
  • Deutschland: BDEW - Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.

Baulinks-Beiträge vom 10. Oktober 2018

FeuerTrutz Brandschutzkongress 2019: Brandschutz in Standard- und Sonderbauten
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„Schutzziel Brandschutz: Konzepte und Lösungen für Standard- und Son­der­bau­ten“ heißt das Schwerpunktthema beim FeuerTrutz Brand­schutz­kon­gress 2019, der am 20. und 21. Februar im Rahmen der FeuerTrutz Fach­messe in Nürnberg stattfindet weiter lesen

DIvB verlangt: Keine Kompromisse beim baulichen Brandschutz
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Bis zu 1,5 Mio. neue Wohnungen hat die Bundesregierung beim Wohn­gipfel in Aussicht gestellt. Die geplanten Reformen der Bauvorschriften könnten zu Lasten des vorbeugenden Brandschutzes gehen, befürchtet das Deutsche Institut für vorbeugenden Brandschutz. weiter lesen

Ferninspektions-Rauchwarnmelder und CO-Warnmelder „Typ A“ - beide neu von Ei Electronics
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Ei Electronics präsentierte in Essen einen OMS-fähigen Ferninspektions-Rauchwarnmelder und einen 230 V-Kohlenmonoxidwarnmelder des Typs A. Beide Melder ergänzen das funk- und drahtvernetzbare Warn­mel­der­sor­ti­ment des Unternehmens. weiter lesen

Kostenloses Planungstool für Brandmeldeanlagen mit einer oder mehreren Zentralen
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Der Safety Systems Designer von Bosch Building Technologies ist ein Softwareprogramm, das die Planung von Brandmeldeanlagen nach EN 54 unterstützt und hier kostenlos downloadbar ist. weiter lesen

OxyReduct P-Line: Brandvermeidung per Sauerstoffreduktion à la Wagner
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Eine Sauerstoffreduktionstechnologie greift ein, bevor sich ein Brand ent­wickeln kann, und schützt so vor brandbedingten Verlusten von Waren und betriebsgefährdenden Unterbrechungen. Dazu wird der Sauerstoffgehalt im zu schützenden Bereich unter die Ent­zün­dungs­gren­ze der dort vorherrschenden Materialien abgesenkt. weiter lesen

Wiederbefüllung von Gaslöschanlagen vor Ort mittels Sauerstoffreduktionsanlage
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Einen Brand mit Stickstoff zu bekämpfen, ist rückstandfrei und schützt gleichzeitig Personen, Gebäude und Anlagen. Doch nach einer Aus­lö­sung müssen die Löschmittelbehälter für den nächsten Einsatz wieder befüllt werden. weiter lesen

Heizkosten-Prognose 2018: Heizen mit Heizöl teurer als Heizen mit Erdgas
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790 Euro - so hoch waren 2017 die durchschnittlichen Heizkosten in einer 70 m² großen Wohnung mit Erdgas-Zentralheizung. Während in ener­ge­tisch guten Häusern 520 Euro gezahlt wurden, mussten Be­woh­ner von energetisch schlechteren Wohnungen 1.110 Euro zahlen. weiter lesen

9,9% mehr Umsatz im Bauhauptgewerbe im Juli 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat
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In diesem Juli lagen die Umsätze im Bauhauptgewerbe um 9,9% höher als im Juli 2017. Dabei ist zu beachten, dass aktuell das Preisniveau für Bau­leistungen deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegt. weiter lesen

Im August höchster Baupreisanstieg seit knapp 11 Jahren
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Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude stie­gen im August 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,6% - das ist der stärkste Anstieg der Baupreise gegenüber dem entsprechenden Vor­jah­res­monat seit November 2007. weiter lesen

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