Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 2.7.2019

Steigende Wohnkosten bei Älteren - Umzug keine Option

Steigende Wohnkosten bedeuten für immer mehr ältere Men­schen eine hohe finanzielle Belastung - das zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA) und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Nahe­zu zwei Drittel der zur Miete wohnenden Senioren­haus­hal­te geben mindestens 30% des monatlichen Einkommens für die Miete und Nebenkosten aus, zwei Fünftel wenden dafür sogar mehr als 40% auf. Ein Umzug in eine kleinere Wohnung scheint da naheliegend, löst aber wohl die Probleme kaum.

Zwar ist die finanzielle Belastung der Mieterhaushalte von Per­sonen ab 65 Jahren bei kleineren Wohnungen etwas niedriger: Im Jahr 2016 betrugen die Wohnkosten bei einer Wohnfläche von weniger als 40 m² pro Person im Durchschnitt 33% des Einkommens, bei einer Wohnfläche von 60 und mehr Quadratmetern waren es 39%. Jedoch hat die Wohnkostenbelastung der Haus­halte in kleineren Mietwohnungen in den vergangenen zwanzig Jahren um mehr als ein Drittel (36%) zugenommen. Die Belastungsquote der Seniorenhaushalte in größeren Mietwohnungen stieg nur um 14%.

Dies zeigt, dass es für ältere Menschen schwieriger geworden ist, durch einen Umzug in eine kleinere Wohnung die Wohnkostenbelastung deutlich zu reduzieren. Denn ein Umzug ist gegenwärtig oft mit einem erheblichen Anstieg der Quadratmetermiete im Vergleich zur bisherigen Wohnung verbunden. Je kürzer die Wohndauer in der Miet­woh­nung, desto höher ist die Wohnkostenbelastung, so ein Ergebnis der Studie.

Berücksichtigt werden muss auch, dass ältere Menschen viel Zeit in ihrer Wohnung verbringen und in stärkerem Maße auf nachbarschaftliche Kontakte und Unterstützung angewiesen sind. Wie die Studie zeigt, geht eine lange Wohndauer in der Wohnung auch mit engeren Beziehungen zu Nachbarn einher. Die Wohnung und das Wohnumfeld aufzugeben, ist deshalb für ältere Menschen besonders schmerzhaft.

Vorteile einer neuer Wohnung

Andererseits verbessern sich durch einen Umzug die Chancen auf eine altersgerechte Wohnungsausstattung. Langjährige Mieter zahlen im Alter einerseits weniger Miete, haben andererseits aber seltener eine barrierereduzierte Wohnung, so ein weiteres Ergebnis der Studie.
  • Teurere Mietwohnungen sind deutlich häufiger barriererarm (21%) als preis­wer­tere Wohnungen (13%),
  • die Anbindung an den ÖPNV ist oft besser,
  • ebenso die Versorgung mit Arztpraxen in der Nähe.
Insgesamt sehen die Autoren einen steigenden Bedarf an kleineren, alters­ge­rech­ten Sozialwohnungen. Da mit dem Auszug aus der bisherigen Wohnung oft Wohnraum für jüngere Familien freigemacht wird, wäre die Schaffung von alters­ge­rech­ten, bezahlbaren kleineren Mietwohnungen zugleich eine Maßnahme zur För­de­rung des Wohnens für alle Generationen.

Die Studie von DZA und DIW wertete Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) und des Deutschen Alterssurveys (DEAS) aus. Betrachtet wurden Haushalte mit Per­so­nen ab 65 Jahren. Detaillierte Ergebnisse sind nachzulesen im DIW-Wochenbericht Nr. 27/2019 „Immer mehr ältere Haushalte sind von steigenden Wohnkosten schwer be­las­tet“, der am 3. Juli 2019 erscheint - siehe PDF-Download.

Baulinks-Beiträge vom 2. Juli 2019

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