Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 07.07.2020

Knauf testet klimaneutralen Transport auf der A5

Wie klimafreundlich kann der Straßengüterverkehr sein? Welche Chancen bietet die E-Mobilität für den LKW-Schwerlastverkehr? Das will das Bundesumweltministerium mit verschiedenen Partnern im Rahmen des Projekts ELISA („ELektrifizierter, Innovativer Schwerverkehr auf Autobahnen“) herausfinden. Unter der Regie von Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement als Obere Landesbehörde ist die A5 zwischen den Anschlussstellen Langen/Mörfelden und Darmstadt/Weiterstadt in beiden Fahrt­rich­tun­gen eine von bundesweit 3 Pilotstrecken. Speziell ausgestattete Lkw wechseln hier von Diesel- auf Elektroantrieb. Knauf ist einer von 5 Logistikpartnern, die hier 3 Jahre lang ein Fahrzeug im Realbetrieb erproben.


Foto © Knauf

Die spezielle 2 Achs-Sattelzugmaschine mit der klangvollen Bezeichnung „El Femina“ nahm Knauf am 30. Juni in Griesheim von Hersteller Scania in Empfang. Produziert in Schweden, unterscheidet sich das Fahrzeug äußerlich kaum von herkömmlichen Zug­ma­schi­nen. Als Plug-in-Hybrid Lkw ist sie allerdings mit einer speziellen An­triebs­tech­no­logie ausgestattet. Bewegt sich der Schwerlast-LKW mit 3 Achs-Sattelauflieger auf der Teststrecke, wird das von Sensoren im Dach des Führerhauses erkannt. Der ein­ge­bau­te Pantograph (Stromabnehmer) wird daraufhin ausgefahren und versorgt den Elektromotor der Zugmaschine über die Oberleitung mit Strom. Die 2 mitgeführten Batterien laden währenddessen auf. Parallel werden alle relevanten ver­kehrs­tech­ni­schen, ökologischen und ökonomischen Daten aufgezeichnet.

Im Auftrag des zur Knauf Gruppe gehörenden Unternehmens Richter System wird der Truck von Griesheim aus Baustoffhändler in der Region Rhein-Main mit Profil­tech­no­logie für den Trockenbau versorgen. „Das vielfrequentierte Teilstück der A5 mit einem hohen Anteil an Gütertransport im Nah- und Regionalverkehr ist für das Projekt prä­des­ti­niert. Auch wenn die Teststrecke vergleichsweise kurz ist, erwarten alle Betei­lig­ten grundlegende Erkenntnisse zur Perspektive von alternativen Antrieben im Schwerlastverkehr“, erläutert Dörte Maltzahn, die als Head of Freight Management bei Knauf das Projekt verantwortet.

Bis zu 4 Fahrten täglich soll der Knauf Lkw entlang der Teststrecke absolvieren. Der Strom für die Pilotanlage stammt zu 100% aus erneuerbarer Energie - heißt es. Die Fahrzeuge fahren damit im Bereich der Oberleitungsanlage und im Batteriebetrieb klimaneutral. „Das Pilotprojekt passt sehr gut zu unserem Anspruch, verant­wor­tungs­voll mit allen Ressourcen umzugehen. Wir erhoffen uns daraus Erkenntnisse die uns helfen, unsere Logistikprozesse vor allem in Ballungsgebieten noch nachhaltiger zu gestalten“, begründet Knauf Gruppengeschäftsführer Christoph Dorn das Engagement des Baustoffproduzenten.

Baulinks-Beiträge vom 6. Juli 2020

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