Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 07.12.2020

kaum Probleme bei der Umsetzung von Homeoffice

Die deutschen Unternehmen hatten bei der Umsetzung von Homeoffice kaum Probleme. Das ist ein zentrales Ergebnis einer ifo-Befragung von 1.188 Managern und Personalleitern in Zusammenarbeit mit den Beratern von Mercer Promerit und dem Verein FidAR (Frauen in die Aufsichtsräte). 84% der Firmen berichten, die Umstellung sei ihnen leichtgefallen.

Wenn sich doch Schwierigkeiten ergaben, lag es an mangelnden technischen Voraussetzungen (55%) und insbesondere fehlender Bandbreite (40%). Außerdem nannten die Befragten ...
  • eine erschwerte Kommunikation zwischen Angestellten (54%),
  • mangelnde Abstimmung (40%),
  • eine erschwerte Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Kinderbetreuung (40%),
  • Mehrbelastung und Stress für die Beschäftigten (30%),
  • mangelnde Motivation (19%) und/oder
  • mangelnde IT-Kenntnisse (18%).
Das Arbeitsergebnis der Beschäftigten im Homeoffice war für 44% der Manager unverändert. 37% sagten, es sei schlechter als ohne Homeoffice – auch bei den Firmen, die keine Umstellungsprobleme hatten. 18% gaben an, im Homeoffice seien die Ergebnisse besser. Verglichen zum persönlichen Kontakt am Arbeitsplatz leidet für 59% die Zusammenarbeit in der Heimarbeit, 34% sehen keine Veränderung, 7% finden sie besser.

Bereits vor der Krise war der Anteil von Frauen (12%) im Homeoffice etwas höher als der Anteil von Männern (10%). Er stieg während der Pandemie auf 30% der Beschäftigten bei Frauen und auf 26% bei den Männern. Die große Mehrheit der  Befragten (78%) sagte, dass es bei Beeinträchtigungen durch Homeoffice keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. „Allerdings sehen wir  einen großen Unterschied in dieser Einschätzung: weibliche Manager geben häufiger an, dass Frauen negativ betroffen sind als männliche Manager das tun“, berichtet Andreas Peichl, Leiter des ifo Zentrums  für Makroökonomik und Befragungen und einer der Autoren der Studie. Allgemein nach den zahlreichen Auswirkungen von Corona gefragt, antworteten 42% der befragten Manager und Personalleiter, dass Frauen stärker betroffen seien.

Trotz allem wollen 67% der befragten Unternehmen langfristig stärker das Homeoffice ihrer Beschäftigten nutzen. Nur 32% erwarten keine Veränderung, und 1% sehen weniger Arbeit im Heimbüro.  Der Anteil der Firmen mit Beschäftigten, die regelmäßig von zuhause aus arbeiten, stieg schon in der Corona-Krise von 51% auf 76%. In der Gruppe der 51% arbeiteten vor der Krise 18% ihrer Beschäftigten im Heimbüro, nun 42%. Ihre durchschnittliche Arbeitszeit dort stieg von 33 auf 60%.

Siehe auch Aufsatz „Homeoffice vor und nach Corona: Auswirkungen und Geschlechterbetroffenheit“, von Katrin Demmelhuber, Florian Englmaier, Felix Leiss, Sascha Möhrle, Andreas Peichl und Theresa Schröter, in ifo Schnelldienst digital 14/2020.

Baulinks-Beiträge vom 6. Dezember 2020

Zoll kontrollierte insgesamt 16% weniger Firmen auf Schwarzarbeit
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Corona hat auch Folgen für die Arbeit des Zolls: Bis Ende Oktober sank die Zahl der Kontrollen im Baugewerbe, das knapp ein Drittel aller Prü­fungen ausmacht, allerdings nur um 7%. In der Gebäudereinigung erhielten immerhin 15% weniger Firmen Besuch vom Zoll. weiter lesen

W&P-Studie: Gute Stimmung in der Bauzuliefererbranche
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Die Studie „Corona - und dann?“ von Dr. Wieselhuber & Partner zeigt: In der Bauzulieferindustrie stehen sowohl Hersteller als auch Handel vergleichsweise gut da. Man sieht sich von der Corona-Pandemie deut­lich weniger betroffen als von der Finanzkrise 2009. weiter lesen

PwC: Baufirmen und Planer kommen gut durch die Krise, aber für Digitalisierung fehlt Know-how
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Die Bauindustrie kommt bislang relativ gut durch die CO­VID-19-Krise: 80% der Unternehmen geben an, dass ihre Geschäftsaktivitäten nur wenig oder gar nicht betroffen sind. Zudem erlebt auch die Bauindustrie einen Digitalisierungsschub. weiter lesen

20 Seiten über Elektroauto-Ladestationen für zuhause
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Inzwischen trifft die Elektromobilität auch in der deutschen Bevölkerung auf großes Interesse. Laut einer Umfrage des Meinungs­for­schungs­insti­tut Prolytics im Auftrag des Bundesverbands der Energie- und Was­ser­wirt­schaft (BDEW) plant inzwischen jeder zehnte Deutsche die Anschaf­fung eines Elektrofahrzeugs. weiter lesen

Zweimillionste Solarstromanlage in Betrieb
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Im Oktober wurde die zweimillionste Solarstromanlage in Deutschland in Betrieb genommen - das geht aus Daten der Bundesnetzagentur her­vor, die Anfang Dezember veröffentlicht wurden. Gemeinsam erzeu­gen die Anlagen jähr­lich über 50 Mrd. Kilowattstunden (kWh) klima­freund­lichen Solarstrom. weiter lesen

Neue Kälte-Klima-Richtlinie bringt u.a. Förderung kleiner Kälte- und Klimaanlagen
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Seit Anfang Dezember können Unternehmen, Kommunen und Orga­ni­sa­tio­nen im Rahmen der novellierten Kälte-Klima-Richtlinie die Förderung von stationären Kälte- und Klimaanlagen sowie Fahrzeug-Klimaanlagen in Bus­sen und Bahnen beantragen weiter lesen

BAU ONLINE zu Klimawandel, Ressourcenschonung, Digitalisierung, Wohnbau und Corona
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Die BAU ONLINE findet 2021 vom 13. bis 15. Januar statt. Über allen Sessions in den drei Konferenz-Panels stehen die vier Leitthemen. Und auch an den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Architektur und Bauwirtschaft wird man kaum vorbeikommen. weiter lesen

Digitales KLB-Fachforum für Planer am 4. und 11. Februar 2021
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Das KLB-Fachforum findet am 4. und 11. Februar 2021 als reines Web-Seminar statt. Die Veranstaltung richtet sich an Architekten und Fach­pla­ner und thematisiert „Bautechnische Ansprüche an die Gebäude­hül­le“. Auf der Agenda stehen Vorträge zum Gebäudeenergiegesetz und zum Schallschutz im Wohnungsbau. weiter lesen

Gealans Internationales Zukunftsforum 2021 erstmals rein digital
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Gealan wird die dritte Ausgabe seines Internationalen Zukunftsforums erstmals als virtuelle zweitägige Veranstaltung anbieten - und zwar am 20. Januar und 21. Januar 2021. Zielgruppe sind Fensterhersteller, Fachplaner, Architekten und Händler. weiter lesen

Baugeräteliste BGL 2020 erschienen
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Anfang Dezember erschien das Standardwerk zur Verrechnung von Bau­ge­rä­ten in einer neuen Ausgabe - und das erstmals einheitlich in Deutschland und Österreich. Bereits in den 1950ern haben Bauspitzen­ver­bän­de Bran­chenstandards als Grundlage der Verrechnung von Bau­maschinen und Bau­ge­rä­ten entwickelt. weiter lesen

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