Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 20.12.2020

Coronavirus-Infektion als Berufskrankheit oder Arbeitsunfall

Eine Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 kann von der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) als Berufskrankheit anerkannt werden. Voraussetzung dafür ist ein intensiver berufs­be­ding­ter Kontakt der versicherten Person zu einer oder mehreren infizierten Personen - etwa bei Reinigungskräften im medizinischen Bereich. In begründeten Einzelfällen kann eine Ansteckung mit dem Coronavirus auch als Arbeitsunfall anerkannt werden.

Jörg Wachsmann, Leiter der Abteilung Steuerung Rehabilitation und Leistungen der BG BAU weist darauf hin, dass „in jedem Einzelfall geprüft werden muss, ob die Vor­aus­set­zun­gen zur Anerkennung als Versicherungsfall vorliegen“. Er führt weiter aus: „Die Anerkennung einer COVID-19-Erkrankung als Berufskrankheit nach der Nr. 3101 (Infektionskrankheiten) setzt voraus, dass die erkrankte Person durch ihre Berufs­tä­tig­keit im Gesundheitsdienst, beispielsweise als Reinigungskraft in einer Klinik oder Pflegeeinrichtung, infektionsgefährdet war.“ Wird eine beruflich bedingte Infektion vermutet, sollte die Verdachtsanzeige unverzüglich an die BG BAU gemeldet werden. Das können Arbeitgebende oder Beschäftigte selbst tun. Ebenso kann die Meldung auf Verdacht einer Berufskrankheit durch die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt erfolgen.

COVID-19: Anerkennung als Arbeitsunfall

Ist eine Infektion im beruflichen Kontext mit dem Coronavirus außerhalb medizinischer Tätigkeitsbereiche erfolgt, kann auf Grundlage aktueller Erkenntnisse über die Verbreitung des Coronavirus eine Erkrankung auch einen Arbeitsunfall darstellen. „Auch in solchen Fällen“, sagt Wachsmann, „muss die BG BAU in jedem Einzelfall prüfen und bewerten, ob die Voraussetzungen zur Anerkennung einer COVID-19-Erkrankung vorliegen.“ So muss die beschäftigte Person nachweislich mit einer infektiösen Person („Indexperson“) während der versicherten Tätigkeit in Kontakt gekommen sein. Hat der Kontakt mit einer Indexperson auf dem Weg zur Arbeit oder auf dem Heimweg stattgefunden und ist in der Folge eine COVID-19 Erkrankungen aufgetreten, kann ebenfalls ein Arbeitsunfall vorliegen.

„Bei der Anerkennung einer Erkrankung als Arbeitsunfall oder Berufskrankheit spielen vor allem die Dauer sowie Intensität des Kontaktes einer nachweislich mit dem Virus infizierten Person eine Rolle“, erklärt Herr Wachsmann. Eine Entschädigung durch die BG BAU setzt weiterhin voraus, dass nach einer Infektion mindestens geringfügige klinische Symptome auftreten. Treten erst später Gesundheitsschäden auf, die als Folge einer beruflich verursachten Infektion anzusehen sind, übernimmt die BG BAU auch ab diesem Zeitpunkt die Heilbehandlung.

Bei Verdacht auf eine SARS-CoV-2 Infektion sollte ein Arzt oder eine Ärztin der Allgemeinmedizin beziehungsweise eine Internistin oder ein Internist aufgesucht werden. Zudem empfiehlt sich die Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt. Die Kosten für einen Corona-Test (PCR-Analyse) trägt in der Regel die Krankenkasse. Die BG BAU erstattet diese Kosten, wenn aufgrund der beruflichen Tätigkeit ein Kontakt mit einer Indexperson vorlag.

Ist die Erkrankung als Berufskrankheit oder Arbeitsunfall anerkannt, übernimmt die BG BAU die Kosten der Heilbehandlung sowie der medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation. Bei einer bleibenden Minderung der Erwerbsfähigkeit kann auch eine Rente gezahlt werden. Im Todesfall können Hinterbliebene eine Hinterbliebenenrente erhalten - siehe auch: Häufige Fragen zum Coronavirus (FAQ)

Baulinks-Beiträge vom 18. Dezember 2020

„Curve“-Türen von Wippro im Smartphone-Stil
https://www.baulinks.de/webplugin/2020/2038.php4
Der Türenhersteller Wippro hat unter der Bezeichnung „Curve“ Türen­modelle neu vorgestellt, für deren Design moderne Smartphones Pate standen. Charakteristisch für die Türen sind die konsequent ab­ge­run­deten Ecken sowohl am Türrahmen wie auch am Türblatt. weiter lesen

Jeld-Wens Stiltür Blankenese für einen hanseatischen Wohnstil
https://www.baulinks.de/webplugin/2020/2037.php4
Eine Spur Understatement, gepaart mit feinen Details: Mit der Stiltür Blan­ke­nese demonstriert Jeld-Wen, wie dezente Präsenz funktionieren kann. Erhältlich als ein- und zweiflügelige Tür, kann der Kunde bei der Anzahl der gewünschten aufgesetzten Leisten wählen. weiter lesen

Eclisse nun Komplettanbieter von Schiebetüren mit kurzer Lieferzeit
https://www.baulinks.de/webplugin/2020/2036.php4
Als etablierter Hersteller von Schiebetürelementen mit Wandtasche bietet Eclisse erstmals Komplettsets an - bestehend aus Schiebe­tür­ein­bau­ele­ment, Türblatt, Zarge und Schloss. Da auf diese Weise alle Schie­be­tür­kom­po­nen­ten aus einer Hand kommen, sollte die Zusam­men­stel­lung der Tür in jedem Fall fehlerfrei sein. weiter lesen

Steelbox von OPK: Trockenbau-Wandtasche für innenlaufende Schiebetüren
https://www.baulinks.de/webplugin/2020/2035.php4
Mit seiner Steelbox bietet OPK ein Baukastensystem aus wenigen auf­ein­an­der abgestimmten Komponenten an, um ohne Bastelarbeiten innen­lau­fen­de Schiebetüren in Trockenbauwände einbauen zu können. Das Einbau-Kit enthält alle notwendigen Komponenten - inklusive Laufwagen. weiter lesen

Schiebetürelemente à la Protektor für den Trockenbau
https://www.baulinks.de/webplugin/2020/2034.php4
Innenlaufende Schiebetüren können einerseits großzügige Durchgänge in repräsentativen Häusern ermöglichen und andererseits Platzprobleme in Mikroappartements verringern. Für beide Fälle sieht sich Protektor mit seinem Passagio-Programm gut aufgestellt. weiter lesen

Impressum | Datenschutz © 1997-2018 ARCHmatic - Alfons Oebbeke (Google+, XING, linkedin)
ANZEIGE