Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 21.12.2020

Bund und DB vereinbaren neues Lärmschutzziel für 2030

Der Bund und die Deutsche Bahn verstärken ihre Bemühungen um eine „leise Schiene“ bis 2030 noch einmal deutlich. In Berlin stellten am 14. Dezember Vertreter von Bund und DB AG das neue „Lärmschutzziel 2030“ vor: Bis Ende des Jahrzehnts soll demnach die Hälfte aller Bürger an Bahnstrecken vom Schienenlärm entlastet werden. Das betrifft rund 800.000 Menschen. Für dieses Ziel wird das 1999 gestartete „Lärm­sanie­rungs­programm“ des Bundes weiter fortgeführt, und die Zahl der zu sanierenden Streckenkilometer erhöht sich entsprechend: Zu den bislang sanierten 2.000 km Bahnstrecke sollen bis 2030 pro Jahr durchschnittlich 125 km Schienenwege zusätzlich saniert werden, in Summe 1.250 km. Der Bund stellt dafür derzeit jährlich rund 140 Mio. Euro bereit.


Deutsche Bahn AG, 12/2020 (Grafik vergrößern)

Einen wesentlichen Beitrag zur Lärmeindämmung leistet die Umrüstung von Güterwagen mit Grauguss-Bremssohlen auf Verbundstoff-Sohlen. „Wir melden für unsere Flotte pünktlichen Vollzug: Seit gestern sind bei der DB Cargo alle 63.000 Güterwagen auf leisen Sohlen unterwegs“, sagte Dr. Sigrid Nikutta, Vorstand Güterverkehr der Deutschen Bahn und Vorstandsvorsitzende von DB Cargo. „Wir wollen deutlich mehr Verkehr auf die umweltfreundliche Schiene verlagern. Dafür brauchen wir die Akzeptanz der Anwohner von Bahnstrecken. 100 Prozent leise Güterzüge sind ein ganz wesentlicher Meilenstein.“

Seit Start des Lärmsanierungsprogramms haben der Bund und die DB eigenen Angaben zufolge über 1,5 Mrd. Euro investiert. Die bereits sanierten 2.000 km Kilometer entlasten mittlerweile die Ortsdurchfahrten von 1.300 Städten und Gemeinden bundesweit. Hinzu kommen 64.000 Wohneinheiten im Bundesgebiet, die bislang mit passiven Schallschutzmaßnahmen ausgestattet wurden. Allein 2020 wurden über 60 km neue Schallschutzwände fertiggestellt und rund 145 Millionen Euro investiert.

Für die Umrüstung ihrer Güterwagenflotte hatte DB Cargo in den zurückliegenden sieben Jahren rund 220 Mio. Euro aufgewendet. Der Bund hat die Umrüstung wie bei allen Unternehmen finanziell unterstützt. Mehrkosten entstehen durch die Umrüstung selbst, insbesondere aber auch durch den höheren Aufwand bei der Wartung von Güterwagen mit Verbundstoffbremssohlen. Die Flüsterbremsen rauen die Wagenräder deutlich weniger auf als Grauguss-Sohlen. Das reduziert Lärmemissionen nach dem Prinzip „glattes Rad auf glatter Schiene“ direkt an der Quelle.

Baulinks-Beiträge vom 20. Dezember 2020

Heizanlagen vor Gericht
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Der zivilisatorische Fortschritt, den eine (Zentral-)Heizung mit sich bringt, ist den meisten Menschen im Alltag gar nicht klar - solange die Anlage einfach funktioniert. Sehr schnell ändern sich die Dinge jedoch dann, wenn die Heizung im Winter kalt bleibt oder auch für zu hohe Temperaturen sorgt. weiter lesen

Betriebskostenspiegel für das Abrechnungsjahr 2018:
2,17 Euro/m²/Monat im Durchschnitt

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Mieter mussten 2018 in Deutschland im Durchschnitt 2,17 Euro/m²/Mo­nat für Betriebskosten zahlen. Rechnet man alle denkbaren Betriebs­kos­ten­arten mit den jeweiligen Einzelbeträgen zusammen, kann die „zweite Miete“ bis zu 2,88 Euro/m²/Monat betragen. weiter lesen

Holzpellets 9,4% preiswerter als im Vorjahres-Dezember
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https://www.baulinks.de/webplugin/2020/2041.php4
Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) hat am 16. Dezem­ber auf einer digitalen Pressekonferenz die neue Branchen­ini­tia­tive „Klimaschutz Holzindustrie“ vorgestellt. weiter lesen

Null-Wachstum für 2021: Bauunternehmen schauen verhalten positiv nach vorne
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Der Bau hat die Herausforderungen durch die Corona-Krise gut gemeis­tert: Während die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung in den ersten drei Quartalen preisbereinigt um 5,8% zurückging, legte sie im Baugewerbe real um 2,0% zu. weiter lesen

ifo-Geschäftsklimaindex im Dezember gestiegen
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Die Stimmung unter den deutschen Managern hat sich insgesamt ver­bes­sert. Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindikator vorerst un­ver­än­dert: Während jedoch die Einschätzungen zur aktuellen Lage positiver ausfielen, nahm der Pessimismus mit Blick auf das kommende Halbjahr zu. weiter lesen

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