Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 18.02.2022

Risiko-Barometer für Zahlungsausfälle bei Exportkrediten

Der Kreditversicherer Coface hat im Rahmen seiner Country Risk Conference in Paris sein neuestes vierteljährliches Risiko-Barometer vorgestellt. Insgesamt vier Länder, darunter Dänemark, werden ab sofort besser bewertet, während sich die Einschätzung für die Türkei und für Sri Lanka verschlechterte. Das Länderrisiko spiegelt die Wahrscheinlichkeit von erhöhten Zahlungsausfällen bei Exportkrediten in einem Land in den kommenden sechs Monaten wider.

Dänemark steigt in die Riege der Länder mit einer A1-Bewertung auf. Die dänische Wirtschaft ist breit aufgestellt und hat sich in den vergangenen zwei Corona-Jahren als sehr resilient erwiesen. „Dafür gibt es mehrere Gründe: zum Beispiel die strategische Ausrichtung hin zur Pharmabranche, die Konzentration auf erneuerbare Energien mit Schwerpunkt Windkraft sowie eine breite Produktpalette im Lebensmittelsektor. Hinzu kommen sehr gute Daten zur Zahlungsmoral in Dänemark, ein flexibles Pandemiemanagement und die höchste Impfquote in Nordeuropa“, sagt Coface-Volkswirtin Christiane von Berg.

Türkei: Inflation und Lira-Abwertung belasten die Wirtschaft

Eine verschlechterte Länderrisikobewertung erhält die Türkei, die von B auf C absteigt. Die extrem hohe Inflationsrate, die im Januar bei 48,7% im Vergleich zum Vorjahr lag, könnte in Kombination mit der extremen Abwertung der Lira und der kaum reagierenden Geldpolitik das Risikolevel des Landes weiter in die Höhe schnellen lassen. Auch der Inselstaat Sri Lanka wird angesichts eines drohenden Staatsbankrotts von den Coface-Analysten herabgestuft - von Risikoklasse C auf D.

Kreditrisiken in Mittel- und Südamerika sinken

Neben Dänemark werden mit Honduras, Guyana (beide von D auf C) und Costa Rica (von C auf B) drei Länder in Mittel- und Südamerika besser bewertet. Honduras Konjunkturausblick hat sich parallel zur wirtschaftlichen Erholung der USA verbessert. Die Vereinigten Staaten sind der wichtigste Exportpartner des Landes. Hinzu kommen eine verbesserte staatliche Finanzsituation und eine Beruhigung der politischen Lage vor Ort. Ähnliche Gründe führen auch zur besseren Risikobewertung Costa Ricas, das zudem vom stärkeren US-Tourismus profitiert. Guyana ist aufgrund großer Ölvorkommen ein Profiteur der hohen Energiepreise.

Deutschland: Trüber Ausblick, aber Insolvenzzahlen bleiben vorerst niedrig

Die Länderrisikoeinschätzung für Deutschland bleibt bei A2, nachdem sie zuletzt im Oktober 2021 von A3 angehoben wurde. Der Hoffnung auf eine erneute Aufwertung machte die Omikronwelle einen Strich durch die Rechnung. Auch der Ausblick auf das Jahr 2022 hat sich eingetrübt. Ein Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen und die daraus entstehende Verunsicherung hielten die Konsumausgaben auf einem niedrigen Niveau. „Zudem frisst die anhaltend hohe Inflation, deren Jahresrate im Januar bei Weitem nicht so stark gefallen ist, wie es Sondereffekte aus dem Vorjahr hätten vermuten lassen, die Kaufkraft der Konsumenten auf“, sagt Christiane von Berg.

Als Reaktion auf Omikron hat der Bund bis Ende März die Überbrückungshilfe IV eingeführt. In der Folge sollten die Hilfen zum Jahresstart einen deutlichen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen verhindern. Bis zum November 2021 lag die Zahl der Firmenpleiten im Jahresverlauf noch immer 12% unterhalb des gleichen Zeitraums im Vorjahr. Mit Blick auf die Branchen verzeichneten lediglich die Chemie- (+91%) sowie die Energiebranche (+3%) bis Oktober einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.

Baulinks-Beiträge vom 16. Februar 2022

Förderstopp-Umkehr? Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) soll reaktiviert werden
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Medienberichten zufolge hat der Haushaltsausschuss 9,5 Mrd. für die Bun­des­för­de­rung für effiziente Gebäude (BEG) freigegeben. Zur Erinnerung: Die Förderung wurde erst am 24.1.2022 von jetzt auf gleich gestoppt. weiter lesen

Flammschutz-Baukasten von Lamilux für faserverstärkte Kunststoffe
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Faserverstärkte Kunststoffe (GFK) der Produktfamilie FireShield von Lamilux lassen sich nach unterschiedlichen Brandschutznormen und für spezifische Anforderungen konfigurieren. weiter lesen

Holzfaser-Ausbauplatte mit Klimakammern aus Kartonwaben
https://www.baulinks.de/webplugin/2022/0249.php4
UdiClimate ist mehr als eine Innendämmung: Dank ihrer „Klima­kam­mern“ kann sie auch Geräusche dämpfen und Feuchte in der Raumluft regulieren. Der Kern der Ausbauplatte besteht dazu aus Kartonwaben, die von zwei Holzfaserschichten ummantelt sind. weiter lesen

Holzbau trifft in der Troisdorfer Kita St. Hippolytus auf Trockenbau
https://www.baulinks.de/webplugin/2022/0248.php4
Die KiTa St. Hippolytus in Troisdorf gilt als ein gelungenes Beispiel für gesundes und bedarfsgerechtes Bauen mit Holz und Gips. Zudem dauerte es nur wenige Monate, bis das eingeschossige und 870 m² Nutz­fläche umfassende Gebäude fertiggestellt war. weiter lesen

Fermacells Tape AWS zur Armierung und luftdichten Abklebung von Fugen außen und innen
https://www.baulinks.de/webplugin/2022/0247.php4
Das neue Tape AWS von Fermacell ist ein einseitig selbstklebendes, schie­be­festes Polypropylen-Vlies für die Fugenarmierung sowie luft- und winddichte Verklebung zur Innen- und Außenanwendung. weiter lesen

4 Trockenbau-Webinare von Knauf für Architekten und Fachplaner
https://www.baulinks.de/webplugin/2022/0246.php4
Im März und April bietet die Knauf-Akademie eine Webinarreihe im Bereich Trockenbau speziell für Architekten und Fachplaner an. Neben fun­dier­tem Fachwissen gibt es für jedes der 4 kostenlosen Module auch Bil­dungs­punk­te von den Architektenkammern. weiter lesen

Gemeinschaftstagung Estrich und Belag Mitte Mai 2022 in Künzell
https://www.baulinks.de/webplugin/2022/0245.php4
Zur Gemeinschaftstagung Estrich und Belag laden der Bundesverband Estrich und Belag, die Bundesfachgruppe Estrich und Belag im ZDB sowie die Bundesfachschule Estrich und Belag ein. Die Gemein­schafts­ta­gung findet vom 12. bis 14. Mai 2022 statt. weiter lesen

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