Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 22.05.2022

Corona bremst Abwärtstrend der Haus- und Heimtextilien

Das eigene Zuhause so gemütlich wie möglich gestalten – das haben sich viele Deutsche während der Coronapandemie zur Aufgabe gemacht. Der neue Branchenfokus des IFH KÖLN in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung wirft einen genauen Blick auf den Haus- und Heimtextilienmarkt, welcher in drei Teilmärkte unterteilt wird.
  • Der Teilmarkt Tisch- und Bettwäsche konnte am meisten vom Cocooning-Trend profitieren: Hier wurde ein jährliches Umsatzwachstum von 3,4% (2021) und 4,2% (2020) in den letzten beiden Krisenjahren verzeichnet.
  • Die anderen beiden Teilmärkte, Textile Bodenbeläge sowie Gardinen/ Deko-Stoffe & Zubehör, verloren an Umsatz.
Der Gesamtmarkt erholte sich jedoch von der vorpandemischen Abwärtstendenz und erzielte in den letzten beiden Coronajahren ein Umsatzplus von 141 Mio. Euro im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019.

„Besonders positiv hat sich in den vergangenen Jahren der Bereich Federn/Decken/Kissen entwickelt. Die insgesamt stabilen Zahlen dürfen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sowohl im Konsumentenverhalten als auch in den Vertriebswegen spürbare Veränderungen eingetreten sind. Zum Beispiel beim Matratzenkauf wird deutlich, wie selbstverständlich heute insbesondere junge Menschen auf Online-Einkäufe setzen“, so Dr. Johannes B. Berentzen, Geschäftsführer der BBE Handelsberatung.

Textile Bodenbeläge mit Verlusten

Dass der Cocooning-Trend im privaten Rahmen die Nachfrage nach Haus- und Heimtextilien in den Pandemiejahren gesteigert hat, ist nur eine Seite der Medaille: Auf der Kehrseite stehen hohe Umsatzverluste bei der gewerblichen Nachfrage, deren Bedarfsrückgang unter anderem durch Lockdowns verstärkt wurde. Die Nachfrage nach textilen Bodenbelägen, zum Beispiel aus dem Bereich der Hotellerie, ging zurück - das konnte auch nicht durch die verstärkte private Nachfrage an Teppichen und Co. kompensiert werden. Das Ergebnis: Ein durchschnittlicher jährlicher Umsatzverlust von -3,6% in den Jahren 2021 und 2020 im Vergleich zu 2019.

Marktwachstum ausschließlich online

Wenn es um die Frage des Kaufkanals für Haus- und Heimtextilien geht, entscheiden sich immer mehr Kunden für Onlineanbieter, insbesondere im Bereich Bettwaren. In zwei Jahren Pandemie gewann der Onlinehandel zusätzlich 8,1 Prozentpunkte der Marktanteile im Bereich der Bettwaren. Der Onlineanteil stieg damit 2021 auf über 40%. In den Märkten mit einem hohen Anteil an gewerblicher Nutzung sieht dies noch anders aus: Nur ein Bruchteil der textilen Bodenbeläge werden online erworben, der Fachhandel hat hier die Fäden (noch) in der Hand.

Gesamtmarktprognose bis 2026

Geht man – unter Berücksichtigung einiger unklarer Variablen wie dem Krieg in der Ukraine oder dem weiteren Verlauf der Coronapandemie – von einer moderaten Prognosekurve aus, wird der Gesamtmarkt Haus- und Heimtextilien bis 2026 einen Umsatzanstieg auf 10,3 Mrd. Euro (zum Vergleich: Gesamtmarktumsatz 2021 9,4 Mrd. Euro) verzeichnen können. Für das laufende Geschäftsjahr 2022 kann bei moderatem Wachstum ein Plus von 1,8% erwartet werden.

„Nach dem Abwärtstrend der Heimtextilien sehen wir – selbst in der untersten Prognosevariante – einen langfristigen Marktanstieg. 2022 könnte das Wachstum etwas geringer ausfallen, da gerade im privaten Bereich viele Bedarfe gestillt sind. Das wird sich auf lange Sicht aber wieder einpendeln“, so Christoph Lamsfuß, Senior Consultant am IFH KÖLN.

Baulinks-Beiträge vom 20. Mai 2022

Thermobodenplatte: Bodenplattendämmung und -abdichtung mit integrierter Heizung
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Gedämmte Bodenplatten mit integrierter Flächenheizung werden im Zuge des energieeffizienten Bauens immer populärer. Das direkt inte­grierte Heiz­system sorgt für behagliche Wärme, die darunter befindliche Dämmung für geringe Energiekosten. weiter lesen

aBG für Wärmedämmsystem unter lastabtragenden Gründungsplatten mit hohen Dämmstoffstärken
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Die Eignung der Austrotherm XPS-Dämmstoffplatten unter last­ab­tra­gen­den Gründungsplatten wurde durch das DIBt bescheinigt. Die aBG bezieht sich auf die hoch druckbelastbaren und wasserabweisenden Dämmstoffplatten der Kategorie „TB“. weiter lesen

Bierbrauer ließ Gewölbekeller bei kaltem Wetter mit RD 2 The Green 1 von Botament reaktiv abdichten
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Einen eigenen Gewölbekeller, um darin eigenes Bier zu brauen - den ließ sich ein privater Bauherr im Südschwarzwald errichten. Um das Gewölbe vor Feuchteschäden zu schützen, entschieden sich die Pro­ta­go­nis­ten für die 2K-Reaktivabdichtung von Botament. weiter lesen

Keller vor Gericht
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Kellerräume zählen normalerweise nicht zu den Örtlichkeiten, die von Eigentümern oder Mietern besonders beachtet werden. Hier finden sich Abstell-, Vorrats- und Versorgungsflächen, die oft nur wenige Male im Jahr aufgesucht werden. Trotzdem kann es auch hier gelegentlich An­lass zu einem Rechtsstreit geben. weiter lesen

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