Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 12.02.2026

EFI-Jahresgutachten: Technologietransfer in Deutschland ausgebremst

In ihrem aktuellen Jahresgutachten, das am 11. Februar 2026 an die Bundesregierung übergeben wurde, zeigt die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) unter anderem, dass deutsche Hochschulen über ein hohes Transferpotenzial verfügen, dieses aber nicht ausgeschöpft werde. Strukturelle Hemmnisse und fehlende Anreize schränken Transferaktivitäten ein.

Ein leistungsfähiges Wissenschaftssystem trägt entscheidend zur Innovationsstärke und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft bei. Voraussetzung ist jedoch, dass neues Wissen aus der Forschung zügig in konkrete Anwendungen überführt wird. "Damit kommt den Hochschulen eine Schlüsselrolle für den Wirtschaftsstandort Deutschland zu - nicht nur durch exzellente Forschung und Lehre, sondern auch durch den aktiven Transfer neuer Erkenntnisse", betont Prof. Irene Bertschek, Vorsitzende der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) und Professorin an der Justus-Liebig-Universität Gießen sowie am ZEW Mannheim.

Dabei stünden wissenschaftliche Publikationen der Hochschulen und Universitäten als Basis für Innovationen den Publikationen US-amerikanischer Universitäten kaum nach. Allerdings würden deutsche Erkenntnisse deutlich seltener in Patenten aufgegriffen. Zudem seien diese sogar rückläufig, so Prof. Carolin Häussler, stellvertretende Vorsitzende der EFI und Professorin an der Universität Passau. Patente, die auf deutschen Forschungsergebnissen aufbauen, stammen mehrheitlich von Anmeldern aus dem Ausland. "Es ist aber nicht nur wichtig, dass wissenschaftliche Erkenntnisse in Innovationen einfließen, sondern auch, wo sie wirtschaftlich genutzt werden. Wenn die Wertschöpfung überwiegend im Ausland stattfindet, bleiben Wachstumschancen für Deutschland ungenutzt."

Strukturelle Faktoren und fehlende Unterstützung der deutschen Hochschulen bremsen den Wissens- und Technologietransfer aus. Auch da diese nicht dauerhaft aus den Grundmitteln der Hochschulen finanziert werden. Langwierige Verhandlungen über geistiges Eigentum, die Gründer mit ihrer Hochschule führen müssen, seien laut EFI ebenso problematisch.

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