Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 03.07.2026

Digitale Maut: EVZ fordert verhältnismäßigere Regeln und Sanktionen

Digitale Mautsysteme ohne Schranken oder Personal erleichtern zwar die Kontrolle, können für Autofahrer jedoch teuer werden. Nach Angaben des Europäischen Verbraucherzentrums (EVZ) führen bereits kleine Eingabefehler – etwa ein Zahlendreher im Kennzeichen, ein falsch gewählter Gültigkeitszeitraum oder ein nicht vollständig abgeschlossener Bezahlvorgang – dazu, dass Fahrzeuge als nicht ordnungsgemäß registriert gelten.

Besonders deutlich werde das Missverhältnis zwischen formellen Fehlern und den Folgen in Österreich: Seit Anfang 2026 beträgt die Ersatzmaut bei einer fehlerhaften Vignettenregistrierung 200 Euro. Wird sie nicht fristgerecht bezahlt, kann ein Verwaltungsstrafverfahren mit Bußgeldern von bis zu 3.000 Euro folgen. Das EVZ empfiehlt daher, eine mautpflichtige Strecke erst nach Erhalt der Bestätigungs-E-Mail zu befahren und Vignetten ausschließlich über die offiziellen Verkaufsstellen der jeweiligen Länder zu erwerben. Zudem spricht sich das EVZ für verhältnismäßigere Sanktionen und europaweit einheitlichere Regelungen bei digitalen Mautsystemen aus.

Weitere Informationen des EVZ Deutschland: "Bußgeld aus dem Ausland"

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