Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 14.08.2026 |
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Rechenzentren im HitzestressWie anfällig Rechenzentren für extreme Hitze sind, zeigte die Hitzewelle in Großbritannien im Juli 2022: In einem Londoner Google-Cloud-Rechenzentrum führten der Ausfall mehrerer redundanter Kühlsysteme und die hohen Außentemperaturen zu kritischen Betriebstemperaturen. Um Schäden an der IT-Infrastruktur zu verhindern, mussten Techniker Teile des Rechenzentrums kontrolliert herunterfahren; auch im Oracle-Rechenzentrum im Süden Londons kam es zu kühlungsbedingten Ausfällen. Eine aktuelle Studie unter Beteiligung der University of Cambridge zeichnet den "Data Heat Island Effect" von KI-Rechenzentren im Durchschnitt auf rund 2 Grad Celsius. In Extremfällen seien sogar Temperaturanstiege von bis zu 9,1 Grad Celsius möglich. "Hitze war lange ein Randthema für Rechenzentren. Heute geraten viele Betreiber in eine Hitzefalle: Von außen steigen die Temperaturen, von innen die Wärmelast durch KI-Anwendungen und immer leistungsstärkere Chips. Werden Kühlkapazitäten nicht rechtzeitig angepasst, drohen Störungen bis hin zu kostspieligen Ausfällen", sagt Mathias Franke, Leiter Data Center Consulting beim Beratungsunternehmen Drees & Sommer SE. Der Experte empfiehlt, die erwarteten Extremtemperaturen der kommenden 20 Jahre einzuplanen und vier Kelvin als Sicherheit hinzuzurechnen. Bei der Auslegung der Kühlung sollten Prognosesimulationen wie die "Extreme Annual Design Conditions" der internationalen Fachgesellschaft ASHRAE genutzt werden. "Hitzewellen werden intensiver, dauern länger und treten häufiger auf. Künftige Prognosen dürften deshalb noch höhere Temperaturen ansetzen."
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