Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 24.09.2026

Warum Stürme zu Katastrophen werden

Seit 2011 geben das Bündnis Entwicklung Hilft und das Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der Ruhr-Universität Bochum jährlich den WeltRisikoBericht heraus. Der darin enthaltene WeltRisikoIndex erfasst für 193 Länder das Katastrophenrisiko als Zusammenspiel von physischer Exposition gegenüber Naturgefahren und gesellschaftlicher Verwundbarkeit.

Der aktuelle WeltRisikoBericht wurde am 23. September 2026 auf dem ExtremWetterKongress in Hamburg veröffentlicht. Dieses Jahr rücken Stürme in den Mittelpunkt der Betrachtung; erstmals wurde ein Sturmrisikoranking erstellt. Darin belegen die Philippinen, Mexiko und Madagaskar mit dem höchsten Sturmrisiko die ersten drei Ränge, Deutschland liegt mit einem sehr geringen Sturmrisiko auf Rang 167.

Tropische Wirbelstürme werden intensiver, doch ob daraus eine Katastrophe wird, entscheide nicht der Wind. Die Zugbahnen der Wirbelstürme verschieben sich polwärts, wodurch sie auf Regionen treffen, die nicht auf schwere Stürme vorbereitet sind. Die meisten Menschenleben fordert in diesem Zusammenhang die Sturmflut. Mit dem steigenden Meeresspiegel überfluten künftig auch Küsten, die früher als sicher galten.

"Stürme sind Naturereignisse. Katastrophen sind es nicht. Ob Menschen sterben, entscheidet sich lange vor dem Landfall - in den Bauvorschriften, den Warnketten und den Sozialsystemen", sagt Dr. Katrin Radtke, wissenschaftliche Leitung des WeltRisikoBerichts am IFHV.

Der vollständige Bericht mit dem WeltRisikoIndex und dem SturmRisikoIndex 2026 sowie Infografiken und Weltkarten stehen unter weltrisikobericht.de zum Download bereit.
 

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