Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 30.09.2026

Studie: Digitalisierung und Technostress

Eine neue Studie des ifo Instituts gemeinsam mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und der Universität Konstanz, zeigt, dass bei Beschäftigten mit überwiegend körperlichen Tätigkeiten mehr Digitalisierung des Arbeitsplatzes mit schlechterer Gesundheit und mehr Krankheitstagen einhergeht.

Digitalisierung meint hier nicht klassische Computerisierung, sondern vor allem smarte Technik, wie vernetzte Maschinen, Sensoren, Big-Data-Anwendungen, Robotik, KI oder virtuelle und erweiterte Realität. Mit der zunehmenden Nutzung intelligent vernetzter Soft- und Hardware verändern sich die Arbeitsbedingungen für Beschäftigte: Aufgaben werden komplexer, Zeit- und Leistungsdruck nehmen zu. Dennoch berichten lediglich Beschäftigte mit körperlichen Tätigkeiten, dass sich ihr Gesundheitszustand deutlich verschlechtert. Im Ergebnis fehlen sie digitalisierungsbedingt im Schnitt rund 20 % mehr Tage im Jahr.

Oliver Schlenker, stellvertretender Leiter des Ludwig Erhard ifo Zentrums für Soziale Marktwirtschaft in Fürth: "Eine mögliche Erklärung ist Technostress: Neue digitale Anforderungen können besonders dann belasten, wenn Beschäftigten die nötigen Kenntnisse und Erfahrungen fehlen." Gezieltes Digital-Training und Unterstützung seitens des Arbeitgebers scheinen den Zusammenhang abzumildern. Zugleich finden die Forscher keinen Hinweis darauf, dass steigende Löhne die gesundheitlichen Belastungen ausgleichen.
  

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