Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 30.10.2026

Strahlenschutz-Amt rät zum Radon-Check für die Wohnung

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt aktuell zum Radon-Check für die eigene Wohnung. Der Herbst sei eine gute Zeit, um eine Radon-Messung zu starten. BfS-Präsidentin Dr. Inge Paulini: "Radon kann man nicht riechen, schmecken oder sehen. Doch messen lässt sich das Gas sehr leicht. Wenn die Messwerte zu hoch sind, kann man wirksam dagegen vorgehen und sich selbst und die Familie schützen. Deswegen empfehlen wir, die eigene Wohnung einem Radon-Check zu unterziehen."

Messgeräte gibt es ab 30 Euro pro Stück. Messen sollte man in den Räumen, in denen man am meisten Zeit verbringt, wie Wohn- und Schlafzimmer oder Home-Office. Ein exaktes Messergebnis wird nur über eine jährliche Messung erreicht. Eine schnellere Einschätzung kann aber bereits eine mehrmonatige Messung während der Heizperiode liefern.

Als erste Maßnahme bei erhöhten Radonkonzentrationen empfiehlt sich regelmäßiges Stoßlüften, um die Radonbelastung in Innenräumen zu reduzieren. Darüber hinaus können Türen und Rohrdurchführungen zwischen Keller und Erdgeschoss abgedichtet werden, um das Eindringen des radioaktiven Edelgases in die darüberliegenden Wohnbereiche zu verhindern. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, kommen weitergehende bauliche und technische Lösungen infrage. Dazu zählen z.B. die Absaugung des radonhaltigen Bodengases unterhalb des Gebäudes oder die Installation einer geeigneten Lüftungsanlage.

Die interaktive Karte "Radon im Boden" des BfS gibt einen Überblick über Bodenvorkommen und Ausprägung von Radon in Deutschland. Weitere raumbezogene Strahlenschutz- und Umweltdaten liefert das "Geoportal des BfS".

Mehr zum Thema im Baulinks-Magazin: Radon und Radonschutz in Gebäuden

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