Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 10.1.2017

Deutscher Städtetag zur Zukunft des Handels in den Städten

Der zunehmende Online-Handel, die Digitalisierung und der gesellschaftliche Wandel verändern die Einkaufsgewohnheiten sowie die Nachfrage der Menschen. Deshalb sollten Handel und Immobilienwirtschaft ihre Zusammenarbeit mit den Städten vertiefen, um gemeinsam zukunftsorientierte Lösungen für die Innenstädte zu erreichen. Die Präsidentin des Deutschen Städtetages, Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse aus Ludwigs­hafen, sagte kürzlich: „Einkaufen zu gehen ist nicht mehr alleiniger Auslöser für einen Besuch in der Innenstadt. Die Menschen besuchen dort Events, lassen sich unterhalten, tref­fen sich zum sozialen Austausch und erleben Kultur. Urbanes Leben in den Städten verbindet Einkaufen, Wohnen, Arbeiten und Kultur und ermöglicht Kommunikation und Begegnungen. Ein zukunftsfähiger Einzelhandel mit attraktiven Geschäften gehört unbedingt dazu. Wir brauchen für starke Innenstädte eine Verantwortungsgemeinschaft von Stadt, Handel und Eigen­tümern, das heißt eine engere Zusammenarbeit des Handels und der Immobilienwirtschaft mit der Stadt sowie der Händler untereinander. Über diese Themen sind wir als Städtetag mit Handel und Immobilienwirtschaft in guten Gesprächen.“ Der Deutsche Städtetag hat dazu jetzt ein Diskussionspapier sowie Best-Practice-Beispiele aus 20 Städten veröffentlicht.

„Zukunft von Stadt und Handel“

Auf Basis einer Umfrage des Deutschen Städtetages bei seinen Mitgliedsstädten wurde besagtes Diskussionspapier erarbeitet, das Ideen und Vorschläge für die zukünftige strategische Ausrichtung von Stadt und Handel enthält und Schwierigkeiten benennt. Dabei stellt sich die Situation sehr unterschiedlich dar:
  • Einerseits ist der Handel in strukturstarken Städten mit erheblich steigenden Mieten belastet;
  • andererseits gibt es in strukturschwachen Stadtteilzentren Probleme durch vermehrten Leerstand,
  • und es droht, die Versorgung der Bevölkerung nicht mehr ortsnah sicher stellen zu können.
Die zunehmende Digitalisierung und intelligente Vernetzung unterschiedlicher Dienst­leistungs- und Versorgungsbereiche wirkt sich nachhaltig auf die Innenstädte aus. Im Jahr 2020 werden nach Schätzungen etwa 20% des Einzelhandelsumsatzes online abgewickelt. Neue Handelskonzepte und Mobilitätsangebote ändern die Kunden- und Lieferströme. „Deshalb müssen wir vermehrt innovative Lösungen mit allen Beteiligten erarbeiten. Der Handel in den Ladengeschäften und der Online-Handel sind künftig nur gemeinsam denkbar und sollten kundenorientiert verknüpft werden. Und wir müssen auch eine gute Versorgung der Bevölkerung in den Stadtteilen sicherstellen. Einzelhandelskonzepte der Städte tragen zu einer positiven Entwicklung des Handels bei, wenn sie eindeutige Prioritäten setzen, die in Zusammen-arbeit mit den Beteiligten vor Ort erarbeitet, in kurzen Intervallen aktualisiert und mit ,langem Atem‘ umgesetzt werden“, machte Städtetagspräsidentin Lohse deutlich.

Um einige Best-Practice-Beispiele zu nennen:
  • Masterpläne, Einzelhandelskonzepte, Zentren-Entwicklung (Bochum, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Freiburg, Hamm, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Münster, Nürnberg, Offenbach, Stuttgart u.v.a.)
  • Online-Stadtpläne mit Informationen über Einzelhandel (Augsburg, Münster)
  • Stadtportal zum Thema Einkaufen, das mit Händlern von Geschäftsstraßen kooperiert und Angebote bündelt (Bremen, Düsseldorf, Güstrow, Münster, Rostock, Wuppertal)
  • City-Shopping-App für Smartphones mit Infos zu freiem WLAN (Bremen)
  • Vermarktung von Einzelhandel-Start-ups (Düsseldorf)
  • Modell der Business Improvement Districts, d.h. Akteure eines begrenzten Geschäftsgebiets steigern innerhalb von 5 Jahren die Attraktivität des Gebietes, finanziert durch kommunale Abgabe aller Grundeigentümer (Hamburg)
  • attraktivere Geschäftsstraßen durch Kooperationen fördern (Berlin, Köln)
  • Gestaltungskatalog für Außengastronomie (Münster)
  • Online-Datenbank über Einzelhandelsleerflächen (Stuttgart)
  • Konzept "Nahversorgung" für Stadtteile ohne Lebensmittelversorgung (Stuttgart)
  • "OF Loves U", Online-Portal und Kampagne, die Identität fördern (Offenbach)
Das Diskussionspapier des Deutschen Städtetages „Zukunft von Stadt und Handel“ ist abrufbar unter staedtetag.de > Fachinformationen > Stadtentwicklung (direkter PDF-Download).

Baulinks-Beiträge vom 10.1.2017

Und weiter geht es mit den BAU-Vorberichten: Nach den Hallen A1 bis A6 gestern kommen nun die Hallen B1 bis B6:

BAU 2017-Vorberichte aus der Halle B6: „Bauchemie, Bauwerkzeuge“
http://www.baulinks.de/webplugin/2017/0068.php4
In Halle B6 setzt sich das Ausstellungsprogramm von Halle A6 fort - mit den Bereichen Bodenverlegung und Bauchemie einschließlich Dämmstoffen, Putzen, Farben und Wandbelägen für innen und außen, inklusive Brand- und Schallschutz. weiter lesen

BAU 2017-Vorberichte aus der Halle B5: „Holz“
http://www.baulinks.de/webplugin/2017/0067.php4
Die Halle B5 präsentiert das Angebot der Holzindustrie. Hier geht es um konstruktiven Holzbau ebenso wie um Innenausbau und um Holzwerkstoffe. weiter lesen

BAU 2017-Vorberichte aus der Halle B4: „Fenster, Türen und Beschläge“
http://www.baulinks.de/webplugin/2017/0066.php4
Türen und Fenster aus Holz, Kunststoff und Aluminium sowie Schlösser und Beschläge belegen ein zusammenhängendes Areal mit insgesamt 21.000 m² Fläche in den Hallen B4 und C4. Das Fachpublikum findet hier Hersteller und Zulieferer in unmittelbarer Nachbarschaft. Ein wichtiges Thema ist die Gebäudesicherheit. weiter lesen

BAU 2017-Vorberichte aus der Halle B3: „Tor- und Parksysteme“
http://www.baulinks.de/webplugin/2017/0065.php4
Die komplette Palette der Tor- und Türantriebstechnik inklusive Parksysteme belegt die Halle B3 sowie einen kleinen Teil der Halle C3. weiter lesen

BAU 2017-Vorberichte aus der Halle B2: „Metalle“ und „Gebäude-/Energietechnik₂
http://www.baulinks.de/webplugin/2017/0064.php4
Bau-, Fassaden- und Sonnenschutz-Systeme aus Stahl finden sich in Halle B2, ebenso Systeme bzw. Produkte aus Edelstahl, Zink und Kupfer. Außerdem ist hier auch die Gebäude-, Energie- und Solartechnik untergebracht. weiter lesen

BAU 2017-Vorberichte aus der Halle B1: „Aluminium“
http://www.baulinks.de/webplugin/2017/0063.php4
In den Hallen B1 und C1 geht es um Fassaden- und Sonnenschutzsysteme sowie Profile aus Aluminium. Der insgesamt 20.000 m² große Ausstellungs­bereich umfasst auch Maschinen und Werkzeuge zur Aluminium- und Stahl­bearbeitung. weiter lesen

Bauindustrie und Baugewerbe erwarten 5% Umsatzwachstum
http://www.baulinks.de/webplugin/2017/0062.php4
Die Präsidenten von Bauindustrie und Baugewerbe, Dipl.-Ing. Peter Hübner und Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, strahlten anlässlich ihrer gemeinsamen Jahresauftakt-Pressekonferenz in Berlin große Zuversicht aus. weiter lesen

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