Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 25.06.2021

Nominal der höchste Auftragseingang in einem April

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtesim April 2021 saison- und kalenderbereinigt 9,8% höher als im März 2021. Im Vergleich zum April 2020 war der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im April um 4,1% höher. In den ersten vier Monaten des Jahres 2021 stiegen die realen Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,2%.

Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe betrug im April 2021 rund 7,9 Mrd. Euro. Das waren nominal 7,0% mehr als im April 2020 und damit der höchste jemals gemessene Wert an Neuaufträgen in einem April in Deutschland. In den ersten vier Monaten 2021 stiegen die nominalen Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,8%.

Bauindustrie relativert

„Die Nachfrage nach Bauleistungen lag im April dieses Jahres zwar deutlich über dem - coronabedingt - schwachen Vorjahresniveau, den Bauunternehmen machen aber die Lieferengpässe und die starken Preissteigerungen bei Baumaterialien zu schaffen. Dies könnte nicht nur zu Verzögerungen bei einzelnen Projekten führen. Die stark steigenden Baumaterialpreise drücken auch auf die - in der Bauwirtschaft im Vergleich zu anderen Zweigen des Produzierenden Gewerbes ohnehin schwächere - Ertragslage,“ kommentiert der Vizepräsident Wirtschaft des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim Lorenz. Denn während der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe um real 4,1% bzw. nominal 7,0 gegenüber dem Vorjahres-April gestiegen sei, hätten die Preise für wichtige Vorprodukte wie Betonstahl, Bitumen und Holz im gleichen Zeitraum um bis zu 50% zugelegt: „Wenn bei langlaufenden Projekten keine Preisgleitung vereinbart wurde, trägt man das Risiko als Bauunternehmer allein.“

Hinzu komme laut Herrn Lorenz, dass von der positiven Nachfrageentwicklung der ersten vier Monate nicht sämtliche Regionen gleichermaßen profitierten: Während für Deutschland insgesamt ein Plus von 3,8% ausgewiesen wurde, sei der Auftragseingang in Ostdeutschland um 3,3% zurückgegangen: „Unsere Branche weist nicht nur hinsichtlich der Regionen, sondern auch bei den Bausparten eine unterschiedliche Entwicklung auf.“ Während die Nachfrage im Wohnungsbau deutlich gestiegen sei (April: +40,5%, Jan.-Apr.: + 13,4%), sei diese im Öffentlichen Bau rückläufig (-7,2% bzw. -1,2%). Insbesondere der Straßenbau sei betroffen: Die Orderaufträge von Bund, Ländern und Gemeinden seien im April um 9,0% zurückgegangen (Jan.-Apr.: -3,6%). „Hier macht sich bemerkbar, dass die verfügbaren Mittel nicht zeitnah auf den Markt kommen. Zudem greifen Bund und Länder den Kommunen nicht mehr mit einer Kompensation der Gewerbesteuerausfälle unter die Arme.“ Entsprechend seien die Bauausgaben der Gemeinden im ersten Vierteljahr um 5,2%, für die Straßen sogar um 7,3% zurückgegangen. Auf kommunaler Ebene gehen Einnahmeausfälle eben immer direkt zu Lasten der Investitionen. Die Kompensationsregelung sollte unbedingt auch im laufenden Jahr gelten", appelliert Lorenz an die Politik. „Sonst werden uns die Schlaglöcher des vergangenen Winters noch lange erhalten bleiben.“

„Der Winter hat sich negativ auf den Umsatz der Baubetriebe ausgewirkt: In den ersten vier Monaten ist dieser um 5,9% (real: -8,4%) zurückgegangen“, beschreibt Herr Lorenz die Situation. Daran hätte auch das leichte Plus im April von 2,3% nichts geändert (real: -0,7%). „Das Umsatzplus im April hätte höher ausfallen können, wenn nach der Witterung nicht auch noch der Materialmangel viele Baufirmen ausgebremst hätte.“ In diesem Kontext sollte allerdings auch darauf hingewiesen werden, dass z.B. das Statistische Bundesamt den Umsatzrückgang in den ersten vier Monaten auf das Wiederanheben der Mehrwertsteuersätze bzw. Vorzieheffekte Ende 2020 zurückführt - siehe u.a. Bauletter vom 10.6.2021 „Weniger Umsatz im Bauhauptgewerbe im ersten Quartal“.

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